26 Juli 2014

Die Schweiz am Horizont...

Unsere Reisevorbereitungen sind angelaufen. In ein paar Tagen fliegen wir in die Schweiz. Erst war doch noch Januar, wo wir die Flüge gebucht haben - und jetzt stehen die Koffer beinahe reisefertig im Gang...
Es ist immer noch Regenzeit - im Garten grünt und blüht es wunderbar. Zur grossen Freude der Blattschneiderameisen, die "über Nacht" kleine und grössere Sträucher kahl fressen können.
 
 
Das war am Vortag noch ein Rosenstrauch mit Blättern...
 
 
Fünf Wochen später sind die Blätter wieder da - nur die Blüten fehlen noch.
 
 
Bevor wir bald abreisen geniessen wir noch Terrasse und Garten in vollen Zügen und freuen uns über den Besuch von Aline, Dominik und Emilio. Sie sind wieder zum Schwimmen gekommen.  Wir durften bereits bei ihrem ersten Besuch bei uns ihre beiden mexikanischen Gastfamilien kennen lernen. Selbstverständlich wollten diese wissen, bei wem und wo die Jugendlichen den Nachmittag verbringen. - Aline und Dominik sind Kanti-Schüler aus einem Luzerner Gymnasium - je 3 Monate im Schüleraustausch mit Mexiko. Sie leben deshalb in mexikanischen Familien. Emilio lebte 3 Monate bei der Familie von Dominik in der Schweiz. Er spricht ziemlich gut deutsch - lernt es am Colegio Suizo (Schweizerschule) hier in Cuernavaca. Aline und Dominik werden nach den Spanisch-Kursen an der Uninter (Universidad Intrnacional) für den Rest ihres Mexiko-Aufenthalts ebenfalls das Colegio Suizo besuchen.
 
In den letzten beiden Wochen Spanisch-Unterricht an der Uninter waren Dominik und ich in den gleichen Klassen eingeteilt. Zur Erinnerung: Montag - Freitag je 3 Stunden Kommunikation und 3 Stunden Grammatik... Dominik lernte die vielen unregelmässigen Verben in den verschiedenen Zeiten und Formen sehr leicht - ich brauche viel mehr Zeit dazu! Wie tröstlich war es deshalb, dass der 41jährige Tomas und die 28jährige Toni ebenfalls mehr Zeit brauchten. Die 24jährige Callie lernte bereits leichter - machte jedoch sehr viele Aufgaben.... Ich habe diese letzten beiden Wochen trotzdem genossen. Es war auch lustig, zwischendurch schweizerdeutsche Kommentare auszutauschen!
Nun sind für Peter und mich 6 Wochen Spanisch-Unterricht abgeschlossen - die Vertiefung des Gelernten folgt in der Praxis und im Lesen. Die Fortsetzung - nochmals 6 Wochen an der Uninter - wird ab Oktober erfolgen.
 
Zurück zum Garten: Es gibt immer Orangen und Zitronen - dank der Regenzeit gibt es wieder viel mehr. Der Orangenbaum ist wieder voll  behangen:
 
Diese Orangen kann ich - sobald sie reif sind - bequem vom Hausdach aus ernten.
 
 
Diese Zitronen sind ebenfalls reif - sie bleiben grün. Ihr Saft ist sehr fein. Doch Vorsicht beim Ernten - dieser Zitronenbaum ist sehr stachelig.
 
>Fortsetzung folgt!
 

10 Juni 2014

Die Regenzeit hat begonnen

Seit Mitte Mai regnet es öfters - seit zwei Woche regnet es fast täglich - jedoch nur abends oder in der Nacht. Das ist in dieser Region während der Regenzeit normal. Zwischen 19.45 und 20.15 Uhr beginnen die Singzikaden mit ihrem lauten, eindringlichen Gesang. Für die Mexikaner ein untrügliches Zeichen, dass es bald regnen wird. Sie sagen deshalb, dass die Zikaden nach der Trockenzeit um Regen bitten. - Am Morgen ist es meistens wieder schön. Die Temperatur steigt rasch von 17° auf 27° oder 28° C an. Bisher haben wir in diesem Jahr nur wenige Tage ohne Sonnenschein erlebt. Dafür gabs schon einige Gewitter. Ein heftiges Gewitter gab es heute Abend. Eine Stunde lang blitzte, donnerte und krachte es heftig. Erstaunlich, dass der Strom nur 2 mal kurz ausgefallen ist. Monsunartige Regenfälle prasselten hernieder. Weitere 2 Stunden regnete es noch heftig, aber nicht mehr monsunartig. Nun hats wieder aufgehört - morgen wird wieder ein Sonnentag sein.

Wir mögen die Regenzeit und geniessen es, hier zu sein. Die Luft ist angenehm und es ist einfach erstaunlich, was alles mit welcher Geschwindigkeit wächst! Und manchmal strömt ein herrlicher Duft vom Orangenbaum um die Hausecke herum! Es hat nur noch wenige Früchte dran, dafür wieder viele Blüten! Der Zitronenbaum ist vollgehangen mit Früchten - und hat ebenfalls wieder Blüten. Die Zitronen haben einen herrlichen Geschmack und ich geniesse es, fast täglich zu ernten und zu verwerten.

Vor der Regenzeit hat Chui mit einem Kollegen die dürren Zweige aus den Palmen entfernt. Damit ist die Gefahr gebannt, dass diese bei Wind und heftigem Regen herunterfallen. Kein leichtes Unterfangen. Der Gärtner ist bei der einen Palme von der 15 m hohen Leiter in die Palme weiter hinaufgestiegen...







 

06 Juni 2014

Unterricht und Schulferien

Die letzten zwei Wochen sind wieder sehr streng gewesen. In der 1.Woche war ich mit einer 20jährigen Studentin aus den USA zusammen. Montag bis Freitag wie üblich täglich 3 Stunden Grammatik und 3 Stunden Kommunikation. Sie studiert und spielt Theater. Dadurch ist sie geübt, schnell zu lernen - uff - mir hilft in diesem Fall am besten System Papagei: wiederholen, wiederholen, wiederhoo....
In der 2. Woche bin ich wieder mit ihr zusammen gewesen - in beiden Fächern ist noch eine weitere Studentin dazugekommen - die Klasse zu dritt ist weniger konzentriert, als die Klasse zu zweit - trotzdem liegt abschweifen mit den Gedanken nicht drin!  Das Unterrichtstempo ist sehr schnell! Rapidissimo! Es ist an die Studentinnen und Studenten aus den USA und Kanada angepasst, welche von ihrer Uni aus einen Sprachaufenthalt in Mexiko besuchen können. Dieser wird meist von der Uni finanziert - sie müssen deshalb entsprechende Noten mit nach Hause bringen. In den beiden letzten Wochen haben wir den Imperativ, den Konjunktiv der Gegenwart und den Konjunktiv der Vergangenheit gelernt. Gleichzeitig natürlich auch die unzähligen unregelmässigen Verben! Freitags ist jeweils Prüfungstag. Ich mache die Prüfungen mit - jedoch ohne Benotung. Als 64jährige lerne ich langsamer als die jungen Studentinnen und will deshalb die Prüfung nur als persönlichen Standort werten. Tröstlich ist für mich, dass die eine Studentin auch nicht alles richtig wusste.
Im Fach Kommunikation kann ich meine Kenntnissen über die Schweiz testen. Zu verschiedenen Themen aus Kultur, Natur, Sport, Politik, usw. gibt's Vergleiche aus den Herkunftsländern meiner Klasse, also USA, Schweiz und seitens der Lehrerin aus Mexiko. So gestaltet sich der Unterricht sehr interessant und lebendig.
 
 
Mit dieser Collage habe ich die Aufgabe illustriert, über die Geschichte und den Ablauf eines speziellen Festtages im Herkunftsland zu berichten.  
 
Nach der 2. Sequenz von 2 Wochen Unterricht steht wieder eine freie Woche bevor. - Nein nicht eine - sondern 4! Denn Ende dieser Woche werden wir Besuch bekommen. Die schulfreie Zeit ist auch intensive Lernzeit. Es gibt sehr viel Stoff zum repetieren und lernen.
Beiden Lehrerinnen der beiden letzten Wochen gebührt ein Kompliment: sowohl Adriana (Grammatik) als auch Claudia (Kommunikation) ist es gelungen, "alt und jung" im Unterricht zu integrieren.

01 Juni 2014

Schnapszahl

Peter feiert heute Geburtstag. Er lädt in kleinem Kreis zum Brunch in die Hazienda de Cortez. Ein herrlicher Schmaus - ein Genuss in geschichtsträchtiger Umgebung mit wundervollem Park mit vielen speziellen Pflanzen und uralten Bäumen. Die Erinnerung daran ist unter folgendem Link festgehalten:
http://www.umdiewelt.de/Die-Amerikas/Mittelamerika/Mexiko/Reisebericht-6847/Kapitel-315.html

Bei einem Glas Wein und einem kleinen Käseschmaus klingt dieser schöne Tag in geselliger Runde auf unserer Terrasse aus.

 

31 Mai 2014

Alles neu, macht der Mai...

...macht den Alltag an der Uninter...

Und zu guter Letzt... - wir sind ab Anfang Mai "Studenten" an der Universidad Internacional hier in Cuernavaca und werden fleissig "Spanisch" lernen...! Wir haben uns entschieden, für 12 Wochen den Kurs zu belegen, allerdings mit Unterbrüchen, da der Unterricht recht streng sein wird - von morgens 8 bis nachmittags um 2, also 3 Stunden Grammatik und 3 Stunden Konversation...! Das erhellt hoffentlich unsere grauen Hirnzellen...
 
...und das Spanisch frisch und frei!
Lass das Haus, geh hinaus
lerne wie ein Schmaus!
Rings erglänzet Sonnenschein,
Verben lernen ohne Pein,
Sprachenklang, Liedersang
tönt dem Park entlang.


Wir durchziehen Klassenzimmer viel
lernen fleissig und mit Stil -
Wissensdurst ist neu erwacht
lernen fleissig jeden Tag und fast die Nacht,
Jung' und ein paar Alt'
büffeln viele Verben halt
bis die Wörter sitzen, dann ist Schluss
und wir nicht mehr schwitzen - dann ist Lernen ein Genuss.

Die Klasse der ersten zwei Unterrichts-Wochen: Die Schwester aus Nigeria, Erica, die Lehrerin für Kommunikation und der Priester aus Irland stehen mit mir auf dem Klassenfoto. Der junge japanische Geschäftsmann fehlt auf dieser Aufnahme.

Hier und dort,
fort und fort,
wo wir ziehen Ort für Ort -
meistens spricht man spanisch
und wir reagieren nicht mehr panisch.
Langsam sprechen wir die Sätze besser,
wissen längst was Gabel heisst und Messer.

Sprache neu - frisch und frei
lernen wir im holden Mai.

Frei nach dem Gedicht von Hermann Adam von Kamp (1829).

Peter vor dem Zimmer seiner Klasse in ein Gespräch mit James vertieft.

Wir haben 12 Wochen Unterricht gebucht - in einem Rhythmus von 2 Wochen Unterricht, dann eine Woche Pause (zum Vertiefen des gelernten Stoffes) und wieder 2 Wochen Unterricht. Dieser Rhythmus wird nur durch Besuche und Ferien unterbrochen.
 
Der Unterricht ist für uns ziemlich streng. Montag bis Freitag von 08.00 bis 14.00 Uhr - je 3 Stunden Kommunikation und 3 Stunden Grammatik. Dazu täglich viele Hausaufgaben! Trotz allem gefällt uns die Herausforderung. Das Sprachenlernen ist zudem ein nützliches Training für die "grauen Zellen"...
Während der ersten beiden Unterrichtswochen habe ich ein paar Fotos über unsern Schulweg gemacht. sie sind auf Peters Homepage. Durch Anklicken des nachstehenden Links gelangt man direkt zum Kapitel:
http://www.umdiewelt.de/Die-Amerikas/Mittelamerika/Mexiko/Reisebericht-6847/Kapitel-314.html.

03 Mai 2014

"Nägel mit Köpfen"

Die Anmeldung für Spanischunterricht haben wir gemacht. Heute findet nach den Informationen die Einstufung statt. Wir werden mündlich und schriftlich getestet. Das Eintrittsprocedere an der Sprachschule der Universidad Internacional de Cuernavaca dauert 3 Stunden.

Am Montag starten wir mit dem Unterricht. Damit verändert sich unser lockeres Alltagsleben drastisch!
06.20 Uhr rattert der Wecker. 07.25 Uhr fahren wir weg. Nach knapp 6 km durch die Stadt sind wir am Ort und punkt 8 Uhr beginnt der Unterricht - ungewöhnlich pünktlich für mexikanische Verhältnisse.
Um 14 Uhr ist unser Unterricht zu Ende. Wir fahren nach Hause und setzen uns hinter die Aufgaben. Viel Freizeit bleibt während der Unterrichtswochen nicht mehr übrig... Das Lernen in diesem vorgegebenen Tempo ist eine echte Herausforderung, der wir uns jedoch gerne stellen.

01 Mai 2014

1. Mai - Comida mexicana




Wir sind eingeladen und ich darf Tomasa beim Kochen von Chile relleno (gefüllte Peperoni) zuschauen - ein sehr feines, aber aufwendig zubereitetes, typisches mexikanisches Essen. Dazu gibt's Reis á la Mexicana, Bohnen und Tortillas.



Mehr Bilder sind durch direktes Anklicken auf Peters Blog zu finden unter dem Kapitel Ostern 2014.
http://www.umdiewelt.de/Die-Amerikas/Mittelamerika/Mexiko/Reisebericht-6847/Kapitel-313.html