29 April 2014

Alltag

Ein heisser Tag - wieder 32°C. Immer noch Trockenzeit. Früh am Morgen geht's zum Einkaufen. Wir brauchen  auch wieder Trinkwasser, deshalb sind wir mit dem Leomobil unterwegs.
 
 
 
Der leuchtend rot blühende Baum im Hintergrund ist ein Tabachin - er blüht viele Wochen lang!
In den Gärten rundherum beginnt nun ein Tabachin nach dem andern zu blühen...
Wieder zu Hause finden wir per E-Mail die Bestätigung unserer Anmeldung für den Spanisch-Kurs, der ab nächster Woche beginnt. Also jetzt Vollgas mit dem Aufarbeiten des Blogs! Wie leicht das jetzt mit der neuen Laptop-Scheibe geht! Habe den 11. März mit dem Ausflug in den Cañón del Sumidero  verarbeitet.
 
So wunderschön blüht die Bougainvillea zur Zeit!

28 April 2014

2 Jahre unterwegs - immer noch unterwegs? Ja...

...das ganze Leben lang sind wir unterwegs! Im philosophischen und im materiellen Sinn - stets getreu unserem Motto "Der Weg ist das Ziel". Auf diesem Weg haben wir vor einem Jahr per Zufall - ja es ist uns zugefallen! - in Mexiko ein Haus gefunden - ein Zuhause und gleichzeitig ein Ausgangspunkt für unsere weiteren Reisen, nach denen wir immer wieder zurückkehren, uns ausruhen und neu planen können! Wir sind glücklich über diese Situation und geniessen das Leben mit diesen Möglichkeiten in vollen Zügen.

Heute beginnt das dritte Reisejahr - oder das zweite Auswanderungsjahr? Sind wir auf Reisen oder sind wir ausgewandert? Oder sind wir während des Reisens ausgewandert?
                                                          

Heute vor 2 Jahren sind wir mit einem Rucksack und einem Koffer nach Halifax in Kanada geflogen. Unsere Gedanken kreisten ums Leomobil  - ob unser "fahrendes Heim" ebenfalls wohlbehalten in Halifax ankommt? Was werden wir alles erleben in den bevorstehenden zwei bis drei Reisejahren? Wie werden wir zurechtkommen mit dem Unterwegssein als Lebensform während längerer Zeit?
Alles hat bestens geklappt - Leomobil ist versiegelt abholbereit im Hafen von Halifax gestanden. In den vergangenen zwei Jahren sind wir knapp 60'000 km gefahren, haben viel erlebt und viel gesehen - und wir sind immer noch nicht reisemüde!















Heute leben wir in Mexiko - dem Land mit einer Vielfalt von verschiedensten Epochen und Einflüssen geprägten Lebensweisen, gelebten Traditionen und einer Vielfalt an Natur  und Kultur. Je mehr wir kennen lernen, je mehr sind wir fasziniert von diesem Land... Sind wir deshalb hier eingewandert?

Im zweiten Jahr seit unserem Abflug aus der Schweiz sind wir  gut drei Monate in Mexiko und knapp zwei  Monate in der Schweiz unterwegs gewesen. Sieben Monate haben wir in unserem neuen Zuhause verbracht und  uns eingerichtet. Zeitweise führen wir ein Leben wie Pensionierte... Diesen Eindruck erhalten wir, wenn wir handwerkeln - im Haus gibt es immer etwas zu tun -  handarbeiten, regelmässig schwimmen,  gemeinsam einkaufen, Zeit haben zum Spanisch lernen, Lesen, Schreiben, Ausflüge machen usw. usw.


Vieles ist gleich wie in der Schweiz - und doch anders! Zum Beispiel stehen beim Einkaufen andere Zutaten regelmässig auf der Einkaufsliste: Trinkwasser, frischer Koriander, Chili, Papaya, Avocados, Bananen sowie Früchte und Gemüse, die in der Schweiz nur in Spezialgeschäften oder gar nicht erhältlich sind - hier aber in jedem Laden und auf dem Markt zu kaufen sind.
Orangen und Zitronen sind aus dem eigenen Garten. Der Zitronenbaum trägt das ganze Jahr über Früchte.
Eier gibt's in den Läden nur in 12er, 15er oder 24er Packungen und sie werden nicht im Kühlschrank aufbewahrt. - Kleinere Mengen kann man nur auf dem Markt kaufen.
Brot ist meist sehr weich und nicht nach unserem Geschmack. Deshalb backe ich oft selber Brot. Die Auswahl an Mehl ist allerdings begrenzt und ich suche immer noch nach "gutem" Mehl.
Beim Jäten oder setzten einer Pflanze im Garten muss man vorsichtig sein, damit nicht plötzlich ein Skorpion am Finger hängt. Am Samstag habe ich im Garten mal den Schlingpflanzen den Kampf angesagt. Dabei habe ich an einem Efeuast eine Bromelie entdeckt.

Meinen Laptop mit der zerbrochenen Scheibe konnte ich problemlos in die Reparatur geben - doch leider dauerte es einen Monat, bis ich ihn wieder bekommen habe. Während der Osterwoche ist einfach alles still gestanden... Doch seit vorgestern habe ich ihn wieder und kann endlich den Rückstand auf meinem Blog nach und nach aufarbeiten...

Abends sitzen wir meist noch auf der Terrasse. Seit zwei Wochen fliegen Maikäfer durch die Dämmerung. Vorgestern haben wir zum ersten Mal in diesem Jahr um 20.10 Uhr die Zikaden gehört - gestern haben sie um 20 Uhr ihr Zirpen gestartet. Sie sind nur im April und Mai zu hören - ihr Zirpen kündet den baldigen Beginn der Regenzeit an. Was für ein Phänomen, dass sie fast immer zur gleichen Zeit zu hören sind!
In der letzten Woche haben wir schon 3 mal Regen und Gewitter gehabt - ungewöhnlich früh für diese Jahreszeit - wie die Einheimischen uns sagen. Es ist eigentlich immer noch Trockenzeit. Die Temperaturen sind jeden Tag über 30°C - abends wird es 22 oder wie gestern nacht 25°C.
 

20 April 2014

Feliz Pasqua 2014

Von Palmsonntag bis Ostersonntag konnten wir im letzten Jahr in San Miguel de Allende einen Einblick in die Osterfeiern während der ganzen "Semana Santa" (Osterwoche) in Mexiko gewinnen. Beeindruckt von der Intensität und der dargestellten bedingungslosen Hingabe an das Leiden und die Auferstehung Jesu bleiben die Bilder der langen Prozessionen und Eindrücke der Gottesdienste vom letzten Jahr in Erinnerung. Die Ostertage werden jedoch regional sehr unterschiedlich gefeiert. Viele Bilder von San Miguel de Allende sind direkt unter http://www.umdiewelt.de/Die-Amerikas/Mittelamerika/Mexiko/Reisebericht-6847/Kapitel-201.html und den folgenden 3 Kapiteln zu finden.
 
Viele Mexikaner verreisen während der Osterwoche in die Ferien - am liebsten ans Meer! Die Hotels in bekannten Städten und Stränden wie Acapulco, Puerto Vallarta, Cancun, Tulum sowie an vielen andern Stränden der Küste entlang sind ausgebucht. Auch in Cuernavaca - traditioneller Ferienort für viele Mexico-City-Bewohner - sind viele Osterurlauber anzutreffen. Die Siedlung, wo wir wohnen, ist ebenfalls ein beliebtes Ferienziel. Die Feriengäste sind zu Besuch oder nutzen die Osterferien, um wieder mal ein paar Tage in ihrem Ferienhaus zu geniessen. Rund um den Pool siehts während dieser Tage manchmal fast aus wie in einem Schwimmbad! Das finde ich toll - ein wahres Paradies für Kinder und alle andern Bewegungshungrigen - die sich wieder mal im Wasser austoben möchen... 

Wir verbringen die Ostertage zu Hause in Cuernavaca.  Ruhig und mit einem Osterbrunch bei  unsern lieben Nachbarn. Doch wie die Eier färben, wenn hier kein "Osterkraut" (Bärentatze), Klee oder Löwenzahn wachsen? Ganz einfach: Küchenkräuter wie Basilikum, Salbei, Pfefferminze und die Blätter der Radiesli eignen sich ebenfalls bestens. Ich färbe die eingewickelten Eier zum Teil mit Kaffee und zum Teil mit Randen.

Die Osterzeit ist eine der Hauptreisezeiten für die Mexikaner...! Die Strände sind voll, überall herrscht viel Verkehr...!
Deshalb bevorzugen wir, die Osterzeit hier im Haus in Cuernavaca zu verbringen...
Zusammen mit unsern Nachbarn verbringen wir eine gemütliche Osterzeit...!


Das Resultat ist nicht überwältigend - die Brötli neben den Eiern werden im Gasbackofen leider nicht schön braun - zum Glück sind sie wenigstens fein! - Eierfärben ist in Mexiko nicht Brauch. Es gibt auch keine Osterhasen und keine Nougat-, Schoggi- oder Zuckereier. Die Schokolade-Osterhasen würden bei diesen Temperaturen schon auf dem Weg nach Hause schmelzen! Trotzdem:
 
FROHE OSTERN!

22 März 2014

Kurvenreich nach Oaxaca

Wir wissen, dass wir heute wieder in die Berge fahren und dass die Strecke kurvenreich ist - doch so kurvenreich haben wir sie uns nicht vorgestellt. Unzählige Doppelkurven führen in die Höhe - schöne Ausblicke entschädigen die anstrengende Reise.


21 März 2014

Ein Besuch - und nochmals Puerto Ángel

Wir verlassen Puerto Escondido - das uns so gut gefallen hat und fahren der Küste entlang wieder südwärts bis Huatulco. Die Küstenstrasse verläuft teilweise sehr "hügelig".


Wenige Kilometer südlich von Puerto Escondido überqueren wir auf der hohen Brücke der Mex 200 den Rio Colotepec. Er ist teilweise Trinkwasservorrat für Puerto Escondido.


In diesem Gebirge mit Gipfeln um die 2700 müM entspringt der Rio Colotepec.

Schmale Brücken
 
Getrennte Fahrbahnen, wo keine Brücken über Flüsse führen.


Immer wieder überquert die Strasse Flüsse, welche aus dem Gebirge dem Meer entgegenfliessen - dann geht's wieder in die Berge.


Huatulco, ein aufstrebender Ort,  liegt am Meer. Dort überraschen wir Lupita und Fritz. Ein Glück, dass sie beide zufälligerweise zu Hause sind. Danke für die Zeit, die ihr für uns genommen habt. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in Huatulco oder Cuernavaca! Leider stellt sich der CP von Huatulco als gewöhnlicher Parkplatz heraus, weshalb wir da nicht bleiben können. So entschliessen wir uns, nochmals auf dem CP Zipolite bei Puerto Ángel zu übernachten und morgen von dort aus nach Oaxaca zu fahren.


Bei der Ankunft auf dem CP  stehen Alexandra und Nobi auf dem Platz. Wir haben sie in Chetumal kennengelernt - und sind wie damals - sofort in rege Gespräche vertieft!

19 März 2014

Puerto Escondido...

...ist nicht das Surferparadies, das wir gemäss Beschreibung im Reiseführer erwartet haben - dafür erleben wir eine kleine Stadt (50'000 Einwohner), die sich den Platz in der Bahía Principal, rund um den Fischerhafen, ursprünglich bewahren konnte. Hier ist ein Weg gefunden worden, wo der Tourismus die Ursprünglichkeit des Ortes (noch) nicht verdrängt hat.

 
Oberhalb des Hafens ist die Hauptgasse der Altstadt mit vielen Läden. Unter den Arkaden herrscht reges Treiben.
 
Alltagskleider der indigenen Bevölkerung
 
Wir sind am Mittag schon da - denn Puerto Escondido liegt nur eine gute Autostunde von Puerto Ángel entfernt. Die Mex 175 und später die Mex 200 führen mehr oder weniger nahe dem Meer entlang. Es zieht uns an den Strand - an die Bahía Principal - da ist ebenfalls viel Betrieb:
  
 
Fischen vom Strand aus
  
  
 
Gegen Abend werden die Boote für den Fischfang vorbereitet. Man hilft sich bei den Vorbereitungen
  
Wir kehren auf den CP zurück
 
 
Abends ist zeitweise viel Betrieb auf dem Handwerksmarkt. Dieser ist auf dem Grundstück, das an den kleinen CP angrenzt. Im Gespräch vernehmen wir, dass einige Markfahrer aus Chiapas hierher kommen. Das haben wir jedoch bereits anhand der Kleidung festgestellt. Die meisten kommen aus der nähern Umgebung oder von Puerto Escondido.
Im Gespräch mit einer alte Frau vernehme ich, dass sie vor 40 Jahren aus den Bergen in die Stadt gezogen ist und immer auf den Markt geht. Einer ihrer Söhne hilft ihr täglich, den Stand aufbauen und abräumen. Die Öffnungszeiten dieses Marktes sind 6 Tage pro Woche jeweils ab 17 bis 22 Uhr. Aus dem Gespräch und aufgrund ihres lebendigen, frohen Wesens schliesse ich, dass sie mit dieser Lebensweise zufrieden ist. Da steht sie links im Vordergrund dieses Bildes, das ich vom Leomobil aus gemacht habe...


Sie hat grosse Ähnlichkeit mit dieser Mayafrau, die ich ab einer Postkarte fotografiert habe

Bild folgt


Der Hafen in der Bahía Principal (Hauptbucht) am Morgen vom CP aus.


 

Die Boote fahren ein...
   
...bringen die Fische

Der Fang wird ausgeladen...
 
...wird abtransportiert

...aufs Trottoir gelegt
 
Im Kessel zwischengelagert
  
Ein Schwertfisch
 
Alles bereit für die Küche
 
Fischer nach getaner Arbeit
 
Dieses Netz muss noch geflickt werden
 
Dieses Material ist einsatzbereit
 
Der berühmteste Strand von Puerto Escondido - der Strand von Zicatela - gilt als Weltklasse-Brandung. Die "Mex Pipe" am nördlichen Ende dieses Strandes kann in der Hochsaison zwischen Mai und Juli 12 m oder mehr erreichen. Dann soll dieser Strand mit dem Surferparadies Hawaii vergleichbar sein!

















Wir geniessen jedoch unsern Aufenthalt in der Bahía Principal - am Puls des Alltagslebens!

15 März 2014

Rancho los Mangos und Playa Zipolite

Playa Zipolite
 

Was für eine Vielfalt an Bäumen, Pflanzen und Blumen wachsen hier auf dem Rancho Los Mangos, knapp fünf  Gehminuten vom Strand Zipolite entfernt - und wir stehen mitten drin!
 

 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 


Viele Mangos!



 
 
 
 




Kokospalmen
Die Kokosnüsse schmecken einfach herrlich! Ich lasse keine Gelegenheit aus, die Kokosmilch zu trinken und das Kokosfleisch zu geniessen...
  
Ceiba (Kapokbaum)


Früchte des Nonibaumes (Morinda)

Blüten des Nonibaumes



Den Namen dieser süssen, im Geschmack aprikosenähnlichen Früchte weiss ich leider nicht mehr... Der Baum ist etwa so gross wie ein Apfelbaum in der Schweiz.


 Nonibäume und Kokospalmen

 
                                                                                              

                                                                               


























 
Dieses.  Bild zeigt ein paar  Mangobäume am Rand des Campingplatzes. Weiter rechts ist die Mangoplantage. Das Bild habe ich kopiert von www.hotelesoaxaca.com
Wir geniessen den Aufenthalt hier und gehen immer wieder im Park herum - ausser wir sind am Strand....

Knapp fünf Gehminuten geht es zum Strand Zipolite, einem sehr schönen Strand - und der einzige Nacktbadestrand in Mexiko! Davon merken wir allerdings nicht viel. Die wenigen Nackedeis, die herumspazieren, fallen kaum auf.  - Hingegen sieht man ab und zu alte Hippies. Da schauen wir schon eher hin! Deren palapa-ähnliche Häuser (Palapa - ein Wort aus einer Maya-Sprache bedeutet offener mit Palmblätter gedeckter Unterstand) stehen immer noch am Strand und scheinen bewohnt zu sein.














 
  
 



Dieser Strand ist ein richtigher Ferienstrand. Wir bleiben bis 18. März hier und kommen nochmals zurück.