27 Juli 2012

Homer am Golf von Alaska

Öffnen das Dachfenster und schauen in einen strahlend blauen Himmel. Die Sonne steht schon hoch. Ein leichter Wind weht vom offenen Meer her. Auf der andern Seite bietet sich ein faszinierendes Panorama mit Bergen, teilweise mit Gletschern und teilweise mit Schneefeldern bedeckt. Die Sonne glitzert über der Kachemak Bay und auf dem Wasser bildet sich beim Auflaufen auf den Sand eine weisse Schaumkrone. Der Strand besteht aus teilweise feinem ziemlich dunklen Sand, aus gröberen Steinen, angeschwemmtem Holz - ganze Baumstämme und Baumstrünke -  und ziemlich viel Steinkohlestücken. Brian will mehr über das Leomobil wissen, kommt vorbei und es ergibt sich wieder mal ein lebhaftes interessantes Gespräch. Nach dem Bummel am Strand mit seiner Frau und Tochter Sophia haben sie Steinkohle mitgebracht für ein Feuer heute abend! Die Leute sammeln diese, um Feuer zu machen. Brian stammt aus Hawai. Vor einigen Generationen ist sein Vater von Dänemark ausgewandert und hat sich in Hawai verheiratet. Deshalb hat er einen dänischen Familiennamen. Seine Frau stammt aus Südamerika - die beiden leben mit ihrer Tochter in Anchorage.
Es ist wunderbar, vor dem Auto zu sitzen und endlich ein paar Näharbeiten zu erledigen - dennoch ist es ein wenig mühsam, weil der Wind den Faden immer wieder wegbläst... An der Sonne und im Windschatten ist 20°, sobald man im Schatten ist sinkt die Temperatur auf 17° - fühlt sich jedoch wegen des Windes kühler an...






Peter bummelt als  Abwechslung zum Homepageschreiben ein wenig dem Strand entlang. Er bringt 2 grosse Stücke Steinkohlestücke mit!



Heute ist endlich ein sonniger Tag und ich geniesse es sehr, an diesem schönen, wild romantischen Ort zu bleiben. Jetzt im Sommer ist es herrlich, hier zu sein - Doch wie ist es wohl im kalten Winter mit den langen dunklen Tagen???








26 Juli 2012

Homer am Golf von Alaska

Verlassen am Morgen Whittier bei dichtem Nebel und 10°. Würden wir das schöne Panorama nicht kennen - wir würden nicht glauben, dass hohe Berge so nahe am Fjord sind! Einzig vom Standplatz aus sehen wir kurz durch ein Loch im Nebel über den Fluss zur Bergseite mit den Schneeresten.
Verabschieden uns wieder mal von Nelly und Toni und wissen: wir treffen uns wieder!!!
Nach ein paar Stunden ist dies der Fall im Wildlife Animal Conservations Center. Bilder unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html
Haben genügend Zeit bis zur nächsten Durchfahrt durchs Bahn- und Strassentunnel um 10 Uhr.
Jenseits des Tunnels ist strahlender Sonnenschein!  Die faszinierende Landschaft präsentiert sich in wunderschönstem Vormittagsglanz. Machen einen Abstecker zum Porta.. gletscher und fahren dann Richtung Homer. In Copper Landing halten wir an und geniessen einen kleinen Lunch auf der Terrasse an der Sonne des kleinen Blockhaus-Restaurants. Wie öfters in Alaska kommt jemand mit der Kaffeekanne und schenkt Kaffee nach...
Die Fahrt nach Homer ist vorallem ab Soldatna sehr schön dem Meer entlang. Halten öfters an, um Fotos zu knipsen.
In Homer gehen wir auf den Driftwood Campingplatz - direkt am Meer gelegen und mit phantastischeer Sicht auf die Berge. Es ist ziemlich kühl - bei 10° können wir draussen kochen - aber nicht essen.
Auf den Platz nebenan fährt ein Camper mit 4 Männern aus Arizona. Sie sind zum Halibut fischen hier. Der eine ist Landcruiser Fan und kommt vorbei. Er bewundert Leomobil und gibt uns noch 2 wichtige Internetseiten an - eines ein Landcruiser Forum in den USA und das andere seine Seite in der Baya California, wo er im März mit seiner Familie Wale beboachten ging. Nochmals herzlichen Dank!

25 Juli 2012

Whittier und Rundfahrt zu den Gletschern

Ein Prachtstag ist erwacht - kein Wölklein am Himmel. Was für Wetterglück für die geplante 4stündige Rundfahrt von Whittier aus noch näher zu den Gletschern. Gehen um 12 h mit Nelly und Toni zum Hafen hinunter und warten dann aufs Einsteigen ins Schiff.
Um 13 h gehts los - ich kann die Schönheit und Faszination dieser einzigartigen Landschaften kaum beschreiben - lasse lieber ein paar Bilder sprechen.
















































Unterwegs sehen wir Möven an Felswänden nisten und Robben auf den Eisschollen treiben. Weitere Tiere lassen sich nicht blicken...




Beschliessen den wunderschönen eindrücklichen Nachmittag mit einem Apéro in einem der wenigen Beizli und kaufen nochmals Lachs. Der wird wieder auf Nellys und Tonis Gasgrill grilliert. Machen wieder ein Gemeinschaftsessen und geniessen dieses im Mückenschutzzelt. Es hat viele Mücken, obwohl die Temperatur auf 8°C sinkt.
Gehen bald schlafen und schlafen trotz des Tosens des Bergbaches tief und fest. Bergbach? Das Wasser stürzt fast vom nahen Gletscher und von den verbliebenen Schneeverwehungen Richtung Tal - eben ins Meer! Wir sind ja am Meer! Wo sonst stehen Kreuzfahrtschiffe im Hafen?




24 Juli 2012

Anchorage-Whittier

Bewölkt aber kein Regen! Die Landschaft rund um Anchorage ist hügelig, teils sumpfig und mit vielen Flüssen und Bächen und Buchten durchzogen.
Wir fahren los in Richtung Whittier. Unterwegs halten wir oft an um die faszinierende Schönheit der Landschaft zu bewundern und nach Walen Ausschau zu halten. Wo sind sie denn geblieben? Wir finden nur die Fotos und Beschreibungen an den Halteplätzen - die Wasseroberfläche ist glasklar und unbeweglich. Wir vertrösten uns auf später - in Seward - da werden wir sicher Wale sehen.

23 Juli 2012

Anchorage

Die 1964 von einem Erdbeben mit Stärke 9 auf der Richterskal massiv beschädigte Stadt wurde neu aufgebaut. Se ist bunt, funktionell und voll pulsierenden Lebens. Menschen verschiedenster Kulturen leben hier. Wir bummeln durch die Stadt, der Bucht entlang zum Hafen und wieder in die Stadt zurück. Sehen uns den Film über die Zerstörung an und hören Zeitzeugen sprechen. Unheimlich - hoffentlich müssen wir nicht ein so schreckliches Erdbeben erleben. Dennoch ist uns bewusst, dass wir in Erdbebengebieten unterwegs sind.
Nelly und Toni sind inzwischen auch eingetroffen. Können nicht lange draussen sitzen, es ist einfach zu kühl - aber es regnet nicht!!!

22 Juli 2012

Anchorage

Es regnet nicht mehr. Die Nebel hängen nicht mehr so tief ins Tal hinunter. Ob wir den Mt. Mc Kinley, den höchsten Berg Nordamerikas, doch noch sehen werden? Vom Denali Highway aus zwischen Meile 124 und 130 sollte er sichtbar sein - wenn die Wetter  Bedingungen stimmen. Örtlich stimmen die Bedingungen - wettermässig siehts anders aus.
Roger und seine Frau packen zusammen und fahren in Richtung Paxon weiter. Wir beschliessen, die Aufhellungen abzuwarten. Packen zusammen und fahren ganz langsam eine halbe Meile weiter und hoffen immer noch.... Die Strasse ist immer noch aufgeweicht. Fahren neben die Strasse auf einen festen Platz und halten da noch eine Weile an. Beobachten die Wetterentwicklung. Fotografieren die Stimmungen. Entdecke die ersten Preiselbeeren und Pilze in diesem Sommer.








Schliesslich müssen wir einsehen, dass sich der Mt. Mc Kinley wohl noch lange bedeckt halten wird und wir fahren los in Richtung Anchorage. Schöne Fahrt durch ein breites Tal. Der Highway Fairbanks-Anchorage ist geteert - die Strasse ist in gutem Zustand.
Unterwegs schalten wir einen Kaffeehalt ein - Leomobil ist auch durstig geworden.
Wieder treffen wir Schweizer. Ein Paar in einem gemieteten Camper spricht uns an. Sie planen, wenn sie in ca. 2 Jahren pensioniert werden, ebenfalls mit einem nicht allzugrossen WoMo noch ein wenig zu reisen. Sie laden uns zu einem Kaffee ein und es ergibt sich wieder mal ein reger Austausch.
Auf der Weiterfahrt sehen wir einen Bären im Wald - kann jedoch nicht unterscheiden, ob Schwarzbär oder Grizzli - und 2 Elche.
In Anchorage ist der CP an der Bahnlinie. Anfangs erschrecken wir, wenn der Dieselzug mit seinem ohrenbetäuendem Hupen vorbeidonnert...
Wie wohltuend, endlich wieder mal duschen und ein "anständiges" WC zur Verfügung haben...
Und wer steht noch so auf dem CP? In mindestens 3 Autos sind Schweizer - Nelly, Toni und wir beide nicht dazugerechnet!

21 Juli 2012

Denali Highway, Regentag

"Hörst du was ich höre?" Regen, Regen... Bleiben den ganzen Tag auf diesem schönen und mittlerweilen aufgeweichten Platz. Der ca. 1 m 50 tiefer liegende Permafrost lässt das viele Wasser nicht versickern - der Boden weicht einfach auf... Lege Zeitungen in den Gang, um die Nässe, die wir mit den Schuhen hineintragen, etwas aufzufangen. Ab und zu - wenns grad aufhört zu regnen - gehen wir ein wenig draussen herumlaufen, um die Knochen zu strecken. Hin und wieder treffen wir auch Roger und plaudern ein wenig - bis der nächste Regenschauer uns wieder in unsere trockenen Behausungen zurückkehren lässt. Trotzallem ist es gemütlich und erholsam, diesen Tag in der Stille der Natur - weit weg von der Zivilisation - zu erleben. So alle 2 Stunden fährt ein Auto über den Highway - jeweils bis zu den Scheiben mit dem lehmig-flüssigen Strassenbelag "tapeziert".
Dicke Nebel hängen an den Bergflanken. Wir sind auf knapp 900 müM und es ist ziemlich kühl. Zum Glück können wir heizen.




Tiere sehen wir keine. Obwohl wir immer wieder Ausschau halten, ist noch kein Grizzli hinter den niedrigen Tannen hervorgekommen...