07 Juli 2012

Auf dem Silvertrail und Fahrt bis Dawson City

Ein schöner Morgen erwacht. Bald verlassen wir den verwilderten CP und besuchen in Pelly Crossing noch das Museum der Selkirk First Nation. Im kleinen Museum sind Kleider, Gegenstände für den Alltagsgebrauch, ein Lager sowie Fisch- und Jagdgeräte  gut und anschaulich ausgestellt. Verschiedene alte Karten und neue Bilder beschreiben das Leben der hiesigen Bewohner.
Weiterfahrt auf dem North Klondike Hwy bis zur Abzweigung des Silvertrails. Fahren durch dieses Seitental nach Mayo. Besuchen das Dorfmuseum und fahren der Schotterstrasse entlang weiter nach Keno. Halten immer wieder an, um die Landschaft zu betrachten.  Wir besuchen im kleinen Ort das Keno City Mining Museum. Hier geht es vor allem um die Darstellung der Silberminen in dieser Region. Eindrücklich. Dargestellt wird auch das Leben der Menschen, die in diesen Minen gearbeitet haben und in der Region wohnten. "Finde" Grossmutters Nähmaschine:





Wir besichtigen auch die Geräte, mit denen gerarbeitet wurde. Heute sind die Minen geschlossen. Neue Techniken haben die Gewinnung von Edelmetallen verändert.
Lunch im urigen Beizli beim Silberminen Museum


Rückfahrt auf dem Silvertrail. Wir beschliessen bei der Abzweigung auf den North Klondike Hwy die Weiterfahrt bis Dawson City.
Unterwegs am Hwy in Abständen immer wieder anzutreffen: "muss mal..." muss auch mal gezeigt werden! Sind meist recht sauber.






Wollen ein paar Tage in Dawson City bleiben. In dieser alten Goldgräberstadt gibt es viel Interessantes zu sehen. Wir wollen auch  die vielen Fotos verkleinern, damit wir die Berichte nacharbeiten können. Dawson City ist unsere letzte Station im ersten Reiseabschnitt durch Kanada. Schlummertrunk um Mitternacht in einer Bar. Es ist immer noch Tag!

06 Juli 2012

Pelly Crossing am Klondike Hwy

Fahren von Faro zurück in Richtung Klondike Hwy. Geniessen die Fahrt durch das eindrückliche Tal. Folgen dem GPS, das uns auf eine Abkürzung lockt. Die schmale 46 km lange Schotterstrasse führt mehrheitlich durch Wälder und immer wieder blühende Wegränder. Ab und zu bietet sich jedoch ein wunderschöner Ausblick auf die faszinierende Landschaft.



Erreichen schliesslich den Klondike Hwy wieder und fahren bis Pelly Crossing. Der CP da ist verwildert. Er wurde 2006 in Zusammenarbeit zwischen Regierung und den Selkirk Frist Nation erstellt. Keine Ahnung, weshalb dieser am Pelly River schön gelegene CP nicht mehr unterhalten wird. Schade.
Bleiben da und suchen einen einigermassen angenehmen Platz. Geniessen die Ruhe hier. Alles o.k bis auf die vielen Mücken... Trotzdem kochen und essen wir draussen.

05 Juli 2012

Faro

Bei 14°C frühstücken wir draussen. Die Sonne scheint - haben nicht das Gefühl, es sei zu kalt, um draussen zu frühstücken.
Fahren weiter und zweigen hinter dem CP in ein Seitental ab auf die geteerte Strasse nach Faro. Der Weg führt durch ein landschaftlich faszinierendes Tal mit Bergen, Seen und Wäldern. Bleiben mehrmals stehen, um diese schöne Landschaft zu betrachten und zu fotografieren. In dieses Tal kommen die Elche im Frühling zum kalben. Jetzt ist Sommer und wir können keinen einzigen Elch mehr sehen. Sie sind alle wegen der  wärmerenTemperaturen, Mücken und Rossbrämen weiter hinauf in die Berge gewandert. Dort gibts jetzt im Sommer genügend Futter. Kurz vor Faro ist nur noch Schotterstrasse, welche jedoch gerade erneuert wird.
In Faro finden wir einen sehr guten CP mit Standplatz im Wald und guten Sanitären Einrichtungen. Werden wieder kompetent informiert und aufgefordert, um 17.30 doch auch zum Elch-Burger Essen zu kommen und anschliessend Boccia zu spielen. Kostenlos, denn Elchfleisch darf nicht verkauft werden.
Treffen in dieser abgelegenen Gegend wiederum einige Schweizer an. Ein in der Region ansässiger Schweizer ist mit einem Kollegen unterwegs.
Ein Genfer lebt ebenfalls in der Region und hat Besuch von seiner Mutter. Seine Cousine ist aus dem Norden des Yukon angereist. Sie lebt seit 12 Jahren dort.
Das Boccia Spielen ist eine schöne Abwechslung. Mitmachen kostet 5 $. Der Gewinner erhält die Gesamtsumme.  12 Personen machen mit, d.h. es können 3 4er-Gruppen gebildet werden. Im Flug gehen die Stunden vorbei. Es wird viel gelacht und unter den Menschen unterschiedlichster Herkunft ergibt sich ein reger Austausch.
Diese Veranstaltung findet alle 2 Wochen am Donnerstag statt. Wir habens wieder mal gut getroffen!  Die vielen Mückenstiche oberhalb der Schuhe durch die Socken hindurch erwähne ich lieber nicht - sie haben mich noch ein paar Tage ans Boccia Spielen erinnert... 

04 Juli 2012

Carmacks

Verlassen ausserhalb von Whitehorse den Alaska Hwy und zweigen auf den Klondike Hwy ab. Wenig Verkehr, leider keine Tiere ausser Mauswiesel, die blitzschnell auf die Strasse rennen, sich ein paar mal umdrehen, sodass man nicht voraussehen kann, in welche Richtung sie weiter rennen!!!
Fahren bis Carmacks auf den CP Kupfermine am Yukon. Einfache aber gute Einrichtungen. Wäschetag - der Alltag ist halt alltäglich...
Treffen 2 Schweizer, die mit dem Kanu auf dem Yukon unterwegs sind. Wir bewundern sie für ihren Mut und ihre Leistung! Auf diesem Platz sind ihre Frauen, die sie bereits seit einigen Tagen erwarten.

03 Juli 2012

Whitehorse Yukon

Heute fahren wir als erstes  zur Glasfirma, um den Steinschlag in der Windschutzscheibe reparieren zu lassen, den uns ein vorbeidonnernder Lastwagen auf dem Hwy verpasst hat. Nach 20 Minuten und mit 35 $ weniger fahren wir mit dem geklebten kaum mehr sichtbaren Riss weiter. Wir bekommen 2 weitere Kleber mit auf den Weg, um einen allfällig nächsten Steinschlag sofort kleben zu können, damit nicht Wasser eindringt und bei Minustemperaturen die Scheibe nicht weiter reisst.




Es ist weiterhin kühl und regnerisch, teilweise mit Aufhellungen und sogar ganz kurz Sonnenschein - so richtig Wetter für Museumsbesuche.




Es ist der Yukon-Pass, der uns Stempel von den besuchten Orten sammeln lässt, um bei Ausreise aus Yukon mit einer Karte an der Verlosung von Goldnuggets teilzunehmen... Ich finde es super, dass Peter die Museumsluft nun nicht mehr meidet. Wir lernen sehr viel über das frühere - aber auch heutige - raue Leben am Yukon kennen!
Anschaulich wird dies im Transport Museum dargestellt. Im Yukon Beringia Interpretive Center erfahren wir viel über Beringia - die zusammenhängende Landschaft zwischen Sibirien und  Yukon sowie über die Tiere die vor der letzten Eiszeit dort gelebt haben. Die Rekonstruktion eines 24'000 Jahre alten Bluefish-Skeletts lässt erahnen, dass Archäologen hier viel Arbeit haben! Der Permafrost hat die Überreste der Tiere konserviert.
Machen aber auch Bekanntschaften mit ausnahmslos freundlichen und oft auch spassigen Menschen. Essen nochmals im Klondike Rib and Salmon feinen Fisch und Gemüse. Das Glas Wein wird wiederum im Configlas serviert... Das Essen ist wiederum sehr gut!
Nach 4 Uebernachtungen in Whitehorse auf dem Walmart Parkplatz ist es Zeit, morgen weiter nordwärts zu fahren und wieder mal auf einem CP mit guten Sanitären Anlagen zu übernachten.

02 Juli 2012

Whitehorse Yukon, Regen und Schnee auf den nahen Bergen

Nachts - genauer gesagt während der Nachtstunden, denn es wird ja soweit nördlich im Sommer nachts nicht mehr dunkel - beträgt die Temperatur  5°C. Am Morgen 10° und Regen. Ein kühler "Schneeluft" weht mir draussen entgegen. Die nahen Berggipfel haben weisse Kappen.





Dabei sollte es laut Kalender Sommer sein! Nun - wir tragens mit Fassung und geniessen den Tag mit Mails Lesen, ein wenig an den Fotos und Berichten arbeiten sowie Bummel ins Städtchen zu einem feinen Abendessen. Im "Klondike Rib und Salmon" geniesse ich ein Bisonsteak und Peter Elch-Gulasch mit feinen Beilagen. Sehr schmackhaft und von den Portionen her währschaft zubereitet!



Bestelle ein Glas Wein. Es gibt weissen oder roten kanadischen Wein. Dieser wird in einem Confi-Glas serviert. Stelle fest, dass alle Getränke ausser Bier in Configläsern serviert werden. Einer unserer Becher hat einen Sprung - ich werde diesen jedoch kaum durch ein Configlas ersetzen... Einen so wettermässig kalten Geburtstag habe ich bisher noch nie erlebt...

01 Juli 2012

Whitehorse Yukon Feier zum Canada Day

Canada-Day! Gegen Mittag gehen wir in die Stadt. Wollen die Parade anschauen. Es ist nicht warm, die Sonne scheint jedoch und es ist angenehm, herum zu schlendern.
Neugierig beobachten wir die Aufstellung der Gruppen und dann der Aufmarsch der verschiedenen "Formationen". Unmengen von Pins und Fähnli mit der Kanada-Fahre werden verteilt.  Peter wird das Treiben unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html beschreiben, sobald er mit seinem Laptop wieder ins Netz kommt.



Bummeln noch ein wenig durch Whitehorse und fahren dann mit dem alten "Tram" ans Ufer des Yukon. Besichtigen die "SS. Klondike", welche früher zwischen Whitehorse und Dawson City auf dem teilweise gefährlichen Yukon verkehrte. Im Fluss hat es enge Passagen und teilweise starke Strömungen.
Im Macbride Museum wird die Geschichte vom Goldrauschfieber bis zur Geburt von Whitehorse festgehalten. Damalige Häuser, Fotos von Menschen in ihren Blockhäusern, Trapperbehausungen und Werkzeuge aller Art werden ausgestellt. in einem Raum sind alle Tiere der Region (ausgestopft) ausgestellt. Also können wir doch mal Elche sehen! Ich nutze die Gelegenheit, einen Luchs zu fotografieren, nachdem ich den Luchs in der Wildnis leider nicht fotografieren konnte.