09 September 2012

Fahrtag durch den wilden Westen nach Buffalo, Wyoming

Der Fox Creek, ausserhalb des Yellowstoneparks und vor Cook City liegt auf rund 2300 müM. Bei 3° C frühstücken wir drinnen. Rasch wird es auch an diesem heutigen wunderschönen Tag wärmer. Wir geniessen das schöne Wetter, die fasziniernde Landschaft. Die Gegend unterscheidet sich vorerst nicht sehr von derjenigen im Yellowstone Park, ausser dass es keine Geysire mehr hat.
In Cody, der Buffalo Bill-Stadt, besuchen wir das Informationszentrum. Fahren dann weiter durch fasziniernede Landschaften des sogenannten Wilden Westens - die Region gehört immer noch zu den Rocky Mountains.
 
Wir wollen heute bis Buffalo fahren - fast 400 km - über Pässe,  Hochplateaus und in die tieferen Gebiete, d.h. bis auf rund 1300 müM. Die Landschaft ist so faszinierend, dass wir immer wieder anhalten, die Bilder in uns aufnehmen und fotografieren. - Ich verscheuche den Gedanken ans Verkleinern der vielen Fotos...
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kein Problem - habe die Langlaufskis nicht dabei!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Immer wieder tauchen Landschaften auf wie aus den Western Filmen. Wir fahren in der Mittags- und Nachmittagshitze durch die trockene karge Landschaft. Kleinere und grössere Farmen liegen weit auseinander  verstreut. Kuhherden auf den trockenen Weiden, weidende Pferde und Schafe. An wilden Tieren sehen wir heute einen Fuchs vor uns über die Strasse rennen, mehrmals Rehe oder Hirsche am Wegrand oder nahe der Strasse - leider mehrmals auch tot am Strassenrand.

Nach 396 km erreichen wir Buffalo. Auf dem guten und angenehmen Indian CP finden wir Platz. Schade, dass er so nahe der Autobahn liegt - der Verkehrslärm hält sich jedoch in Grenzen.

08 September 2012

Yellowstonepark, Bison und Schutzengel, Fox Creek

Die Fahrt dem Yellowstone Lake entlang ist sehr schön.



Dann werden die Berge wieder höher, spitziger und das Tal des Yellowstone River verengt sich zu einem Canyon. Wir besuchen die Wasserfälle und den Aussichtspunkt über die enge Schlucht mit den von Mineralien "gefärbten" Felsen. Die gelben Felsen haben dem Park den Namen gegeben.  Viele Bilder und Informationen dazu unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html
Später machen wir am Yellowstone River, wo er ziemlich breit ist, einen Halt. Ich habe an einer Bucht eine Büffelherde gesehen. Wir steigen aus und gehen zum Fluss hinunter, um die Herde in der nächsten Bucht zu fotografieren. Unglaublich - wieviele "Fotografen" dort stehen - so nahe bei der Herde! Dabei wird überall gewarnt, man soll das Auto nicht verlassen zum Fotografieren und beachten, dass es sich hier um WILDTIERE handelt! Plötzlich verlässt die Herde die Bucht und schwimmt zum gegenüberliegenden Ufer.
 
 
 
 
 
 
 
 
Wir beobachten sie eine zeitlang mit dem Feldstecher. Sehen noch Wasservögel am andern Ufer. Geniessen den schönen Anblick über den breiten Fluss und die Berge rundum. Da schreit jemand - er hat den auf mich zu rasenden Bison gesehen. Er kommt ganz plötzlich schnaubend durch den lichten nahen Wald gerannt. Ich stehe genau auf seinem Weg! Es gelingt mir, das Auto zu erreichen. Der Bison rast keine 2 m an mir vorbei. Peter will ebenfalls fliehen, stolpert aber über eine Wurzel. Das hat den Bison wohl abgelenkt und er ist auf die Leute zu vom Auto nebenan gerannt. Diese können sich hinter ihr Auto retten. Der Bison rast weiter zum Flussufer und überquert den Fluss. Ich zittere wie Espenlaub und Peter wackeln ebenfalls die Knie. Er ist inzwischen auch ins Auto gekommen. Sobald der Bison am andern Flussufer ist, kommt der Mann, der Alarm geschlagen hat, zu uns und fragt, wie es uns geht. Er selber und auch seine Frau haben auch immer noch zitternde Knie! Wir haben gelernt, noch vorsichtiger zu sein und uns immer umzuschauen, wenn wir das Auto verlassen. Später lesen wir, dass es immer wieder Unfälle mit Bisons gibt, welche plötzlich irgendwo auftauchen... Danke Schutzengel!
Hier watet er davon - ein Wunder, dass das Bild nicht verwackelt ist - konnte kaum den Fotoapparat halten...
 


 
 
Schliesslich fahren wir langsam weiter und lassen uns wieder auf die Faszination der Geysire ein. Doch jedesmal, wenn sich Aeste in den nahen Bäumen bewegen, zucken wir ein wenig zusammen.
Weiter oben am Yellowstone River sehen wir auf der andern Seite neben Geysiren noch weitere Bisonherden. Ab jetzt fotografiert eines und das andere beobachtet die Umgebung...




Trotz dieses Erlebnisses sind wir fasziniert. Wir haben wirklich erfahren, dass es sich hier um Wildtiere handelt... Diese Herde hier am andern Ufer des Yellowstone Rivers, die sich beim aktiven Geysir niedergelassen hat, ist auch aus Distanz betrachtet eindrücklich.
 
Auf unserem weitern Weg können wir noch mehrere Bisonherden beobachten sowie 2 x einen Kojoten beim Jagen.



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Der letzte CP in Richtung Northeast Entrance ist voll - sodass wir ausserhalb des Parks einen Platz suchen müssen. Da wir so oft angehalten haben, um zu fotografieren, Geysire oder Tiere zu beobachten, ist es bald dunkel. Schliesslich finden wir in der Dämmerung beim Fox Creek, etwa 20 km vor dem kleinen Ort Cooke City, einen CP von National Forest - wie üblich im Wald!
 
 
 

07 September 2012

Yellowstonepark, Geysire, Grant Village

Nachts ist die Temperatur auf 0° gesunken. Um 8 Uhr ist es 3°C und der Frost glitzert immer noch auf Tisch und Bank. Die Sonne scheint durch den lichten Föhrenwald.
Heute kommen wir nicht weit - immer wieder halten wir an und beobachten fasziniert die verschiedenen dampfenden, röchelnden oder wasserspeienden Geysire und pluppernden Schlammlöcher. An den Schwefeldampf in der Luft haben wir uns gewöhnt... Unterwegs sehen wir wieder  Bisons weiden oder liegend vor sich hindösen.




 
Wir übernachten  auf dem CP in Grand Village. Geniessen die Stille im Wald. Bärengebiet - doch wir haben bisher noch keinen gesehen. Eindringlicher Hinweis auf die üblichen Vorsichtsmassnahmen. Die Leute mit Zelt müssen die Lebensmittel nachts in den speziellen Boxen aufbewahren - ziemlich weit von den Zelten entfernt.

06 September 2012

Yellowstone Nationalpark, Madison

Es ist warm genug, um draussen zu frühstücken. Bald fahren wir zum Eingang des Parks, auf den wir schon lange gespannt sind. Die erste Station sind die Mammot-Hotsprings. Eindrücklich, wie das heisse Wasser aus dem Boden sprudelt und wie es aus verschiedenen Bodenlöchern dampft. An den Schwefelgeruch müssen wir uns gewöhnen - oder den Besuch lassen... Wir machen den Rundgang über die angelegten Gehwege und erhalten auch eine gute Uebersicht in die Umgebung.



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Auf dem PicNic Platz studieren wir mal unseren Strassenatlas. Wir müssen eine Reisroute festlegen und für einmal dem zeitlichen Ablauf unserer nächsten Wochen Beachtung schenken. Peter hat unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html nähere Beschreibungen über den Yellowstone eingefügt - er liegt ziemlich hoch und ab Mitte September ist mit Schneefällen zu rechnen. Auch in andern Parks in South Dakota, Colorado, Utha, Arizona und California, die wir besuchen möchten, liegen Passtrassen  auf 2000 bis 3000 müM. Es gibt Berge über 5000 müM.
Die Weiterfahrt durch den Park wird immer faszinierender. Wir halten oft an und bestaunen die Naturereignisse.
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 





 
 
Auf dem Madison CP finden wir problemlos Platz. Er liegt  wie die meisten Plätze in den Parks oder National Forests im Wald. Es ist gerade noch warm genug, um draussen zu essen. Bärengebiet. Wir werden beim Eingang eindringlich ermahnt, keine Lebensmittel draussen zu lassen. Beim Abwaschen kommt eine junge Frau zum Auto: "Hallo zäme!" Fabienne und Fritz aus dem Schangnau sind auf der Reise mit einem Camper. Sie haben Leomobil mit der CH-Autonummer gesehen und sind deshalb gekommen. Nach ihrem Nachtessenkochen und unserem Aufräumen sitzen wir noch gemütlich zusammen beim Feuer, bis es langsam ausgeht und die Kälte uns in die Autos treibt. Es ist ein intensiver Tag mit vielen spannenden Naturereignissen und ein schöner Abend gewesen!

05 September 2012

Fahrtag nach Gardiner

Nach Aufstocken der Lebensmittelvorräte in Helena gehts mit vollbetanktem Leomobil in Richtung Yellowstone Nationalpark. Fahren durch die trockene windige Prärie - durch den wilden Westen...



 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 Weitere Bilder unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html. Unterwegs sehen wir wenig Tiere - ausser ab und zu weidende Hirsche lässt sich kein Tier blicken - abgesehen von den Kuhherden und im trockenen Gras weidenden Pferden! Wir "begegnen" in Livingstone dem Yellowstone River und fahren bis Gardiner mehr oder weniger dieser für die Region so wichtigen Wasserader entlang.
Gegen Abend erreichen wir Gardiner - 2 km vor dem Eingang zum Yellowstone Park. Man sagt uns auf dem Touristbüro, dass die CP im Yellowstone meist voll belegt sind. So beschliessen wir, auf dem RV-Platz zu übernachten - "Klein"Leomobil wieder mal "unter Grossen"...
 


 

04 September 2012

Haushalt-, Wasch- und Schreibtag

Was gibt es dazu zu sagen? Der Alltag findet auch auf Reisen statt! Endlich müssen wir die vielen Fotos verkleinern, um sie in den Berichten einzufügen. Gleichzeitig ordnen wir sie JETZT - es kommen immer neue dazu - wir müssen sie laufend richtig einordnen, um die Übersicht zu behalten...
Es ist nicht so warm und windet. Peter arbeitet an den Fotos und schreibt im Leomobil - ich verlagere mich in die Waschküche.





Auf dem Weg dorthin sehe ich einen blauen VW, wie ihn mein Vater Ende 1960er Jahre bis 1971 gefahren ist...
 




 

03 September 2012

Durch die Prärie nach Helena

Es ist im Wald zu windig, um draussen bei  10°C zu frühstücken. Sind auf rund 1000 müM. Die Sonne scheint und wir verlassen bald den lärmigen, windigen Übernachtungsplatz. Beim Abfahren fährt wieder ein Güterzug durch: Peter zählt 107 Wagen...
Besuchen noch das Denkmal des Eisenbahnpioniers in dieser Region. Es steht vor dem Wald zum Campingplatz. Die Landschaft verändert sich während der ganzen heutigen Fahrt. Erst fahren wir um die südliche Seite des Glacier National Parks bis West Glacier und dann über Swan Lake, Seele Lake und Salmon Lake nach Helena. Das meiste heute durchfahrene Gebiet führt durch 3 verschiedene Nationalforests - gebirgige Wälder, trockene Täler.











Vor Helene wird die Landschaft ebener und noch trockener. Dicker Smog hängt in der Luft. Die Berge sind nur als schwache Konturen zu erkennen. Seit Mai hat es nicht mehr geregnet. Im Gespräch mit einem Farmer vernehmen wir, dass die Trockenheit nicht wenige Farmer zwing, Vieh zu verkaufen, da nicht mehr genug Futter vorhanden ist.
Wir besuchen die Stadt nur kurz zum Auftanken. Es ist schon 19 h und bald wird es dunkel. Sollten einen Platz finden.
Auf dem RV-Platz 8 km ausserhalb von Helena gibts noch jede Menge Platz und wir fühlen uns hier trotz der trockenen, windigen Luft einigermassen wohl. Beschliessen 2 Nächte auf diesem stillen Platz zu bleiben.