09 August 2012

Kanaskan Lake British Columbia

Nachts und am Morgen regnet es in Watson Lake. Wir packen zusammen und fahren ins Dorf. In "Kathys Kitchen" geniessen wir je ein Frühstück spezial. Auf dem ovalen Teller ist: 2 fast 2 cm dicke Pfannkuchen mit 2 Spiegeleiern darauf, 2 Specktranchen, 2 Töpfli Ahornsirup, 1 Becel und auf dem Tisch sind Portionen-Confitüren und Haselnuss-Brotaufstrich. Die Pfannkuchen saugen den Ahornsirup auf wie ein Schwamm.  Dazu gibts Kaffee...







Wir fahren südwärts, verlassen heute den Yukon und fahren durch British Columbia (BC). Sonnenschein und Regen wechseln auf der landschaftlich abwechslungsreichen Fahrt ab. Die 37 ist schmal, wellig aber geteert und führt meist durch Wälder.





Fahren für einen kurzen Abschnittwieder mal dem Regen entgegen...
Am Kinaskan Lake übernachten wir auf dem sehr schönen, einfachen CP im Provincialpark, 840 müM. Kaum sind wir eingerichtet kommt eine Frau per Picup die Uebernachtungsgebühr von $ 16 einziehen. Sie verkauft Brennholz fürs Feuer zu $ 4.-- pro Kiste. Tönt paradox - im Wald zu campen und Holz zu kaufen! Es ist jedoch verboten, in den Parks Holz zu sammeln und zu verfeuern. Ab und zu werden doch ein paar dürre Äste und Tannzapfen fürs feuern geholt...
Während ich koche macht sich Peter ans Holzspalten und Feuern. Das hilft einerseits, die Mücken etwas zu vertreiben und andererseits spendet es ein wenig Wärme. Das nicht verfeuerte Holz packen wir auf die hintere Kiste und verfeuern es später.









Wir geniessen das Nachtessen draussen bei 11°C. Da kein Wind weht, empfinden wir die Temperatur nicht als kalt. Im Wald ist es still - nur ab und zu plätschern Wellen ans 10 m entfernte Ufer.
In der Platznische nebenan sind Frank und Lin stationiert. Sie sind mit einem etwas älteren Toyota unterwegs, den sie in Kanada einstellen, wenn die Ferien vorbei sind. Sie leben im Norden von China und verbringen ihre Ferien jeweils in Kanada. Es ergibt sich ein interessantes Gespräch.
Heute 345 km gefahren - keine Tiere gesehen. Bisher 18'200 km gefahren.

08 August 2012

Watson Lake Yukon

Bevor wir Whitehorse endgütig verlassen, fahren wir nochmals zur Fischtreppe um zu schauen, ob die Lachse nun da sind, um die 20 m Höhendifferenz zu überwinden. Tatsächlich sind jetzt einige Lachse vor der Unterwasserkamera angelangt. Noch hat keiner die Ueberwindung der Fischtreppe begonnen. Wir schauen ein wenig zu und fahren dann weiter. Schönes Wetter und wir geniessen es, im Sonnenschein unterwegs zu sein. Es ist die gleiche Strecke wie im Juni - und doch sieht sie anders aus, weil wir ja in die Gegenrichtung fahren. Zwei Mal durchfahren wir Regenzonen.
In Watson Lake geben wir im Touristbüro unsere Yukon Explorer Pässe ab mit 30 Stempeln von insgesamt möglichen 33. D.h. wir haben im Yukon 30 Museen, Touristoffices oder Sehenswürdigkeiten besucht. Mit der ausgefüllten Karte nehmen wir an einer Verlosung für Gold teil - dies ist unsere Art, als "Goldgräber" unterwegs zu sein! Die Einrichtung des Yukon Explorer Passes hat uns an verschiedene Orte hingeführt, , die wir ohne diese Information vielleicht nicht besucht hätten!
Ein Gewitter zieht auf und wir sind froh, dass wir im Northern Lights Center 2 spannende Filme über den Versuch, die Grösse des Weltalls zu erfassen (!!) und über die Nordlichter sehen können. Bleiben nach den beiden Filmen noch 10 Minuten und wechseln dann in ein Restaurant zum Nachtessen. Nachher haben sich die Gewitterwolken verzogen. Wir fahren in den CP etwas ausserhalb von Watson Lake im Wald, wo wir Ende Juni schon mal übernachtet haben und freuen uns, dass es seit damals wesentlich wärmer ist. Die Mücken haben allerdings immer noch "Flugwetter"...
429 im gefahren - 1 Schwarzbär und 1 Grizzli gesehen.



 

07 August 2012

Abenteuer beginnen.... Whitehorse Yukon Kanada

Nelly und Toni haben sich verabschiedet. Sie fahren den Weg südwärts, den wir nordwärts gewählt haben und wir fahren den 37er Highway südwärts, den sie nordwärts befahren haben. Werden uns voraussichtlich in der Region Vancouver/Vancouver Island wieder treffen.

Dank der guten Internetverbindung hier im Starbucks Café bin ich endlich wieder mal "nach" mit dem Tagebuch. Es gäbe allerdings noch viel zum Schreiben - die Reise ist erlebnisreich und lehrreich in Bezug auf Natur, Kultur, Geschichte und Politik. Sind durch Kanada von Ost nach West und durch einen Teil von Alaska gefahren - bis jetzt knapp 18'000 km und knapp 15 Wochen unterwegs - und sind noch lange nicht des Reisens müde!

Doch  heute ist ein Schreib- Aufräum- und Lesetag. Finde die passenden Worte in einem Geo:

Abenteuer beginnen mit einer Entscheidung.
Gegen das Gewohnte - für das Unbekannte.
Gegen Routine - für die Neugier.
Gegen Sicherheit - für das Wagnis.

 

06 August 2012

Whitehorse Yukon Kanada - die Alaska Reise ist abgeschlossen


Nachts hat es geregnet - wir können nicht draussen frühstücken, weil Tisch und Bänke noch nass sind. Trotz des Regens ist es wärmer. Das Thermometer zeigt im Leomobil 14°C an. Bis zum Frühstück steigt es auf 15°C!
Fahren zur Post in Carcross, um eine Geburtstagskarte aufzugeben. Können im kleinen Pöstli wählen, welchen Absender-Stempel die Karte erhalten soll! Wähle den Stempel mit dem Caribou.
Machen einen Fotorundgang im kleinen Ort mit einer Station der White Pass-Bahn, Laden, Kirche und Pfarrhaus sowie aus Eisen geschmiedetes Caribou beim Dorfeingang.


 

Bei der Weiterfahrt halten wir in der "kleinen Wüste" an. Die Sanddünen werden vom Fluss und See her aufgebaut.



 
 
 
 
 
 
 
Unterwegs scheint zaghaft die Sonne durch die Wolkendecke. Bis wir in Whitehorse ankommen, ist schönes Wetter und Sonnenschein!
Packen die Wanderstöcke und gehen dem Yukon entlang zur längsten Fischtreppe der Welt. Die Lachse müssen hier 20 m Höhendifferenz überwinden, um zu ihren ursprünglichen Laichplätzen 60 km weiter oben im Yukon zu gelangen. Dies ist dann das Ende ihrer fast 3000 km langen Reise von der Bering See bis zu ihren Laichplätzen. Auf diesem Weg fressen sie nichts, investieren alle Kräfte ins Vorwärtskommen und verlieren so 75 % ihres ursprünglichen Körpergewichts!
Treffen wie abgemacht Nelly und Toni auf dem Walmart Parkplatz, wo wir beide übernachten. Gehen zusammen in die Stadt und geniessen im urigen Klondike Ribe and Salmen- Beizli ein feines Nachtessen. Und wie vor gut einem Monat: der Wein und das Wasser werden im Configlas serviert!
Vor dem Schlafen gehen ergibt sich noch ein informatives Gespräch mit einem Franzosen, der mit seinem Landrover und Aufsetzkabine von Patagonien her gereist ist.


Ende Juni/anfangs Juli sind wir in Whitehorse Richtung Alaska gestartet - bei rund 10 Grad tieferen Temperaturen. Haben viel erlebt und viel gesehen - die faszinierenden Landschaftsbilder sind in den Köpfen gespeichert!
Wir geniessens, dass es jetzt wärmer ist!!! Hingegen sind die Tage weniger lang als vor gut einem Monat! Die Sonne scheint jetzt noch bis 22.15 Uhr, dann beginnt die Dämmerung. Wanns wieder Tag geworden ist, habe ich verschlafen...

05 August 2012

Carcross Yukon Kanada

Ueberfahrt von Haines nach Skagway. Das Wetter ist, wie es ist....  Das Bild zeigt die Einfahrt in den Hafen von Skagway





Trennen uns wieder mal von Nelly und Toni - wer weiss, wann wir uns wiedersehen. Peter und ich bummeln durch Skagway, sehen uns einen Film über die White Pass-Bahn an und entdecken im Ort so allerlei!!!  Die Bilder sind unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html.

Die Weiterfahrt über den White Pass ist leider ziemlich nebelverhangen. Trotzdem halten wir kurz nach der Passhöhe an:




Weiter unten im Tal klarts etwas auf und wir werden für die Nebelfahrt entschädigt - ein "Bäry" spaziert über die Strasse und wir können ihn ziemlich lange beobachten.













Richtung Carcross ein wenig Sonnenschein am gegenüberliegenden Felsen!





In Carcross erhalten wir auf dem Touristbüro sehr gute Informationen - wieder mal von einer deutschen Frau, die hier lebt. Fahren auf den CP ausserhalb des Ortes - und was leuchtet gelb von einem der Plätze???  Es ist bald 20 Uhr. Nelly und Toni sind schon eingerichtet. Nach kurzer Begrüssung suchen wir uns einen Platz und richten uns auch ein. Peter macht ein Feuer, um die Mücken ein wenig abzuhalten - und einfach weil es gemütlich ist!


04 August 2012

Haines, Alaska, USA


Die Bergkuppen haben den ersten Schnee dieses Jahres erhalten... Fahren weiter südwärts und hoffen, dass es ein wenig wärmer wird.
Auf der Fahrt sehen wir ein Kojote, der leichtfüssig über die Strasse trippelt...

Die Fahrt geht wieder durch Berg und Tal und Wälder, Wälder....  Mehr Bilder s. unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html .



Beschliessen, in Haines zu übernachten und die Fähre für morgen zu buchen. Gesagt getan: ich finde mein Traumhaus auf dem kleinen CP etwas ausserhalb von Haines

 







 







03 August 2012

Haines Junction, Yukon, Kanada


Beim Wegfahren sehen wir, dass da ja noch eine Tankstelle ist! Wir melden uns beim Tankwart. Er kommt und steckt den Stecker ein, damit die Dieselpumpe laufen kann....




Besuchen das Museum der hier lebenden Firstnation. Interessant und informativ! In schönen Vitrinen sind viele der im Yukon lebenden Tiere in ihrem natürlichen Lebensbereich ausgestellt. Bin zwar etwas zurückhaltend gegenüber ausgestopften Tieren - doch so wie sie hier ausgestellt sind, finde ich es o.k.
















Ein lebendes Stachelschwein haben wir in der Tierpflegestation vor Whittier gesehen.

Nach dem Besuch interessantes Gespräch mit der Frau an der Kasse des Museums. Sie ist von der First Nation, geht in ihrer Freizeit auf Jagd. Als First Nation Angehörige darf sie das ganze Jahr über alle Tiere jagen. Die Leute der Other Nations dürfen nur zu den vom Staat vorgegebenen Zeiten jagen.

Die Fahrt nach Haines Junction ist wegen des bedeckten Himmels und der verhangenen Berge nicht spektakulär. Aber es regnet nicht - was das Fahren auf der meist Naturstrasse wesentlich vereinfacht.
In Haines Junction bleiben wir wieder ziemlich lange im Infocenter der in dieser Region lebenden First Nation und des Touristbüros. Das neue Zentrum gehört der Frist Nation. Das Touristbüro sowie das Büro der Kanada Parkverwaltung sind hier eingemietet.
Im Infocenter sind die Lebensweise sowie Kunstgegenstände der hier lebenden First Nation People dargestellt. Die kunstvoll bestickten Kleider aus Elchlederhaut und verschiedenen Fellen sind für Zeremonien bestimmt. Heute werden die Kleider mit kleinen bunten Glasperlen bestickt. Eine Arbeit, die viel Fingerfertigkeit und gute Augen verlangt! Früher wurden für die Stickereien die Stachel der Stachelschweine für Nähnadeln aber auch für die verschieden farbigen kleinen "Perlen" verwendet.

Im Film der Parkverwaltung sehen wir fantastische Aufnahmen dieses wunderschönen grössten Parks von Kanada, der 4 grosse Gletschergebiete umfasst und der ins Verzeichnis der UNESCO aufgenommen ist.

In der Bäckerei im Dorf geniessen wir Scones mit Preisselbeeren und Kaffee. Kaufen ein gutes Brot und fahren zum CP.
Die Frau am Empfang zeigt, wo wir guten Internetempfang haben - und was sehen wir auf dem CP? Gelb leuchtet der IVECO von Toni und Nelly! Es beginnt zu regnen! Toni kommt und ruft uns zu: "I 5 Minute gits Znacht!" Herzlichen Dank für diese Überraschung! Wir geniessen das Beisammensein in ihrem warmen Auto und haben wieder viel zu erzählen und zu lachen.
Nach der Verabschiedung ziehen wir uns noch ein wenig in die Waschküche zurück, weil es dort Internetempfang, Tisch und Stühle hat und warm ist... Das Thermometer zeigt draussen 7°C an.