04 April 2013

Zu Besuch bei Verena und Maurus - die Welt ist klein!

... und rasch wird klar, dass Peter, Verena und Maurus verschiedene gemeinsame Bekannte haben! - die Welt ist wirklich klein!
 
Doch der Reihe nach: Der Campingplatz ist still. Erst bei Tagesanbruch hat das Vogelkonzert in den Bäumen begonnen. Bunte Vögel - ungewohnte Vogelstimmen - interesssant zum Beobachten und Lauschen. Nachts und am Morgen ist die Temperatur 20°C - wir geniessen die Wärme. Klar - wir sind hier in Cuernavaca rund 700 m tiefer als in San Miguel de Allende. Wir sehen nun den Platz bei Tageslicht. Wir stehen unter hohen Bäumen. Möchten eigentlich ein paar Tage da bleiben und von hier aus Cuernavaca und die Umgebung erkunden. Die Platzbetreiber sind sehr nett - doch die Infrastruktur lässt ziemlich zu wünschen übrig, wenn man längere Zeit da bleiben möchte. Der Platz liegt zudem 30 km ausserhalb der Stadt.
 
Marina und Marco möchten ebenfalls ein paar Tage da bleiben - sie haben einerseits die gleichen Ziele wie wir - andererseits müssen sie auf ein Ersatzteil ihres WoMos warten.
 
Wir laden unsere Boxen in ihr WoMo ein. Dadurch werden die Sitze hinter dem Fahrer- und Beifahrersitz frei und wir können gemeinsam mit dem Leomobil zu Vreni und Maurus zum Brunch fahren. Dort treffen wir Tochter Kristina und die mexikanische Bildhauerin Raina. Bei einem herrlichen vielseitigen Brunch lernen wir uns kennen. Dabei sind Entlebuch und Luzern ein grosses Thema! Und natürlich auch diese Stadt und ihre Umgebung mit interessanten Sehenswürdigkeiten!
 
 
 
 
Wir sind begeistert vom mexikanischen Brunch, von dem tollen Garten in der gepflegten Umgebung des Hauses und wir vernehmen viel über das Leben hier. Wir sind überrascht wie viele gemeinsame Bekannte im Entlebuch und in Luzern Peter, Verena und Maurus herausfinden!!! Während dieses ausgiebigen Brunches vergnügen sich die Kinder und abwechselnd Erwachsene im Pool! 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 




 
 
 
 Charly verschläft den Nachmittag...
 
Herzlichen Dank, Verena und Maurus - ihr habt uns alle sehr verwöhnt!
 
 
 


03 April 2013

El Oro - Cuernavaca und wo ist der Campingplatz?

Wir fahren nach El Oro, eine kleine ehemalige Gold- und Silberminenstadt. Vor ein paar Jahren hat El Oro den Status eines Pueblo mágico erhalten. Der Ort hat wohl schon goldigere Zeiten gesehen - weist aber noch einige gut erhaltene Gebäude aus der Kolonialzeit auf.

 
 
 
 
 
 Der Zócalo
 
 
 
   Frauen auf dem Weg zum Markt
 

Wir fahren weiter durch die Hochebene, entlang trockener Weiden und Felder, teilweise frisch gepflügt, teilweise arbeiten Leute auf den Feldern.
 

 
 
 
 
 
 
Unser heutiges Ziel ist Cuernavaca. Der schnellste Weg würde über die Autobahn via Mexiko City führen. Das wollen wir vermeiden - also nehmen wir die Landstrasse. Da brauchen wir viel länger und einmal mehr wird es dunkel, bis wir auf dem CP ankommen. Wir verpassen erst mal die Abzweigung von der Hauptstrasse in die Schotterstrasse - kehren um - suchen erneut - und endlich finden wir im Dunkeln die richtige Abzweigung. Schotterstrasse - schmal, holprig, nicht beleuchtet - ob wir jemals auf dem CP "landen"?  Endlich sehen wir ein Plakat, das den Weg zum CP weist. Alles ist dunkel - das Tor geschlossen... Wir finden die Glocke und bald kommt jemand, um das Tor zu öffnen.
 
Drinnen werden wir von Marina, Marco aus dem Entlebuch sowie ihren beiden Kindern Ivica und Nikita samt Hund Charly freudig begrüsst und willkommen geheissen. Wir kennen uns bisher nur via Mail - heute ist unsere erste persönliche Begegnung. Wir bekommen den Standplatz neben ihnen. Stellen im Dunkeln auf und sitzen nach dem Nachtessen noch zusammen.  Sie sind morgen bei Maurus und Verena in der Stadt eingeladen. Die beiden leben seit über 30 Jahren im Entlebuch. Falls wir möchten, sind wir miteingeladen. Entlebuch lässt grüssen! Ja wir kommen gerne mit und freuen uns, einmal mehr zu erfahren, wie Schweizer hier leben...

02 April 2013

Atatonilco und Querétaro

Ein strahlend warmer Frühlingstag - wir verlassen San Miguel nach 3 Wochen und 3 Tagen. Schade. Ich hätte noch vieles vom intensiven Spanisch-Unterricht nachzuarbeiten. Und in San Miguel gäbe es noch viel zu entdecken... Wir haben uns jedoch bereits bei der Anmeldung auf die Weiterfahrt am 2.4. festgelegt...

Zuerst fahren wir knapp 12 km nordwärts um die jesuitische Wallfahrtskirche Jesús Nazareno de Atotonilco zu besuchen. Was wir hinter den weissen Mauern zu sehen bekommen, ist überraschend faszinierend. Die Kirche gilt als herausragendes Beispiel des mexikanischen Barock und für den Austausch zwischen der spanischen und lateinamerikanischen Kultur.
 
 
 
 
 
 
 
  
In Querétaro fahren wir durch die Stadt. Bei Office Max wird das Problem auf meinem Laptop behoben. Der CP im Stadtzentrum ist auf einem Hotelparkplatz. Weil noch Osterferien sind, ist das Hotel voll ausgebucht und deshalb kein Parkplatz frei zum Übernachten. Wir fahren also auf den CP ausserhalb der Stadt. Da treffen wir Rainer und Gertrud aus Deutschland, die gestern mit ihrem WoMo hier angekommen sind und per Taxi eine Stadtbesichtigung gemacht haben. Die beiden haben wir in Whittier, Alaska, beim Verschiffen nach Valdez zum ersten Mal getroffen! Sie fahren nicht weiter südwärts, sondern wiederum in Richtung USA. Sie sind seit 2 Jahren unterwegs und möchten im September nach Deutschland zurückverschiffen. Ihr nächstes Ziel ist San Miguel de Allende....
Kaum sind wir eingerichtet kommen Uli und Anka aus Deutschland mit ihrem MAN angefahren. Sie sind auch auf dem Weg südwärts. Vielleicht treffen wir sie wieder mal unterwegs.
 
Hier ist das einzige Bild von Querétaro - wir wissen, dass die Innenstadt dieser Kolonialstadt sehenswert wäre - doch es zieht uns weiter und wir haben jetzt keine Lust, nochmals in diese über 3/4-Mio-Einwohnerstadt zu fahren... Vielleicht später mal...
 
 

01 April 2013

Adiós San Miguel de Allende...

Heute ist unser letzter Tag in San Miguel.










Es gibt noch ziemlich viel vorzubereiten für die Weiterreise. Und wir müssen uns leider von den Menschen verabschieden, die wir hier kennen gelernt haben.
   
  Bärbel und Joachim aus Deutschland - herzlichen Dank für eure vielen Informationen, Geburtstagskuchenpary und gemütliche Abende! Ihre Reisen sind unter www.reisestationen.de .
 
  Anna und Jerry aus den USA mit ihrem Kater, der leider nicht auf dem Bild ist! Wir sind beeindruckt, wie ihr auf Reisen seid. Ihr seid ein Vorbild dafür, dass man bis ins hohe Alter unterwegs sein kann - wenn man die Reisebedingungen anpasst... 
 
 
  Hans Weber aus Mexiko, der Campingplatz-Besitzer mit seiner Frau und seiner Mama - wir haben uns auf dem gut eingerichteten Platz sehr wohl gefühlt!
 
Mama Maria Weber - am Morgen oft die erste auf dem Platz!

  Brenda und Wayne aus Kanada - unsere netten Nachbarn mit den beiden Hunden. Danke für die interessanten Gespräche.
 
Von einigen haben wir uns bereits vor unserer Reise in die Schweiz anfangs Februar verabschiedet:

Esther und Erich aus der Schweiz. Mmmhhh... das Fondue war einfach himmlisch! Wir verfolgen eure Weiterreise unter www.mogge.ch .

 Michelle und Yves aus Kanada -wir haben sie erstmals in Zacatecas getroffen und stehen jetzt wieder nebeneinander!


  Heidi und Heiko aus Deutschland - sind auch schon länger unterwegs! http://kanada-2011.blog.com .

Bei Bärbels Geburtstagsparty mit feiner Torte sind noch weitere Camping-Gäste anwesend:

   Steward und Bing aus Kanada...
 
Kerstin und Ralf mit Katharina und Philip 

31 März 2013

Feliz Pascua!

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es gibt hier keine Ostereier und keine Osterhasen – kein spekulieren, ob Ostern grün oder weiss sein wird! Hier in San Miguel de Allende, im nördlichen Zentralhochland Mexikos, ist es sowieso tagsüber heiss. Das Thermometer klettert auf über 30°C. Die Osterfeier dauert in Mexiko zwei Wochen. In einigen Gegenden wird in den Strassen getanzt und gefeiert. Am Palmsonntag finden überall die ersten Prozessionen statt. Die Strassen sind mit lila und weissen Fahnen und Blumen aus Krepp- und Seidenpapier geschmückt. An verschiedenen Stellen vor und um die Kirchen herum stehen mit Papierblumen verzierte Palmzweige. Die Leute kaufen Palmzweige, die sie oft zu schönen Figuren verflechten und die nach der Messe geweiht und dann das ganze Jahr hindurch hinter der Wohnungstür aufgehängt werden. Während der ganzen Karwoche, der Semana Santa, finden von fast jeder Kirche oder Pfarrei aus Prozessionen statt – die grösste am Karfreitag. Wir haben sie hier in San Miguel auf dem Hauptplatz El Jardín miterlebt. Der monotone Trommelschlag , das einfache Flötenspiel und der ergreifende Gesang des Kinderchors während der grossen Prozession sind eindrücklich und ergreifend. Die Zuschauer stehen still am Strassenrand. Es wird kaum oder nur leise gesprochen.  Am Ostersamstag finden ab 21 Uhr Messen statt. Da gibt's Feuerwerke und in der Messe auf dem Kirchplatz San Antonio singen, tanzen und klatschen die Menschen mit dem Jubelruf: Christus lebt!  Am Ostersonntag gehen die Leute zur Messe und um 12 Uhr werden Judaspuppen aufgehängt und verbrannt, um den Verrat an Jesus zu rächen. Anschliessend gibt es bei den Familien ein Fischessen. - Wir freuen uns, dass wir die Ostertage für einmal so eindrücklich erleben dürfen.
 Am Osterdienstag, 2. April, verlassen wir San Miguel nach 3 Wochen in Richtung Süden. Es hat uns hier sehr gut gefallen. Wir haben viel erlebt, gesehen und in intensiven Stunden ein Fundament fürs weitere Spanischlernen erarbeitet.  Die nächsten 1 – 2 Jahre werden wir in spanischsprachigen Ländern verbringen.  
Wir wünschen euch frohe Ostern und senden herzliche Grüsse, Kathrin und Peter
 
Die beiden angefügten Bilder zeigen San Miguel de Allende. Unser Aufenthaltsort liegt nahe bei der Kirche San Antonio, der weissen Kirche mit der runden Kuppel auf dem linken Bild. Weitere Bilder folgen bald unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html und einige auf diesem Blog.
 
 
 
 

30 März 2013

Ostersamstag: Überraschungsbesuch / Messe ab 21 Uhr

Heute ist wieder ein heisser Tag. Das Thermometer klettert gegen 30°C. Wir sitzen im Schatten und plaudern mit Brenda. Da kommt uns Elsbeth besuchen. Wir freuen uns sehr, sie nochmals zu sehen, bevor wir San Miguel verlassen! Und so sportlich ist sie in den Calle San Antonio gekommen:


 
 
Schade, dass wir sie auf ihrem "Töff" nicht begleiten können....
 
 
 
 
Abends um 21 Uhr erschrecken wir und Leomobil erzittert. Böllerschüsse und immer wieder Feuerwerke hallen und leuchten durch die Nacht. Auf dem nahe gelegenen Kirchplatz der San Antonio Kirche beginnt die Ostersamstags-Messe. Was für eine Fröhlichkeit zum Fest der Auferstehung Jesu von den Toten! Es wird gesungen, Messen gelesen und getanzt vor Freude über die Liebe Gottes zu den Menschen. Diese Messe dauert 4 Stunden - bis 01.00 Uhr!

 
  Kuppel San Antonio vom Leomobil aus gesehen
 
  Feuerwerk über San Antonio
 
 
 
 
 
  Der Kirchplatz ist voll - die Menschen stehen bis in die Strassen, hören zu....
 
 ...singen und schwingen im Rhythmus der Gesänge die vom Kirchdach heruntergelassenen weissen Ballone    
 
                                                              
 

 

29 März 2013

Karfreitag

Schon früh am Morgen arbeiten Künstler aus San Miguel hier auf dem Platz im Zusammenhang mit einem Projekt von Marian und Michael. Es ist interessant, zuzuschauen und von den beiden zu erfahren, wie ihr Projekt für Völker- und Kulturen verbindende Kunst abläuft. Näheres dazu unter www.panamericanarte.com .

Heute ist wieder ein heisser Tag. Wir machen uns ausgerüstet mit Wasser, Sonnenbrille und Sonnenhut auf zum Platz El Jardín. In der Kirche neben der Paroquia ist Anfang und Ende der grossen Karfreitagsprozession. Wir sind kurz nach 11 Uhr dort und schauen gespannt dem bunten Treiben zu. Ein Geistlicher erzählt die Karfreitagsgeschichte. Dann beginnt die Prozession, die das Sterben Jesu darstellt. Eindrücklich, ernsthaft und von berührenden Gesängen eines grossen Kinderchors, Flötenspiel und Trommelwirbel begleitet. Sehr viele Menschen säumen die Strassen, wo die Prozession durch geht.

  

 
 
 
  
 
 
 



Von den teilnehmenden Männer, Frauen und Kinder wird viel Einsatz verlangt - einerseits vom langsamen Schreiten, Warten und Weiterschreiten in der Mittagshitze, andererseits vom körperlichen Einsatz beim Tragen der hohen mit vielen frischen Blumen geschmückten Prozessionsfiguren. Andächtige Stille liegt über den Gassen - die Menschen sprechen nur leise miteinander - oder gar nicht!

Nach der Prozession ist alt und jung wieder in den Gassen unterwegs.