07 Juni 2012

Insel Manitoulin

Früh am Morgen geht das Vogelgezwitscher los. Wir können die verschiedenen für uns oft fremde Vogelstimmen nicht zuordnen. Einzig das Geschnatter der Enten können wir identifizieren. Was für ein Lärm - es müssen hunderte am kleinen Seelein vorne und im darum herum gewachsenen Schild sein! Geniessen das Frühstück draussen. Das Geschnatter ist ein wenig verstummt. Es ist warm genug. Da auf diesem CP sehr gute Infrastruktur ist, nutze ich die Gelgenheit zum Waschen. Wir bleiben bis am Mittag auf dem CP - Zeit genug, Alltägliches zu erledigen.
Die Fähre von Tobermory auf die Insel Manitoulin fährt um 13.30. Wir müssen 1 h früher dort sein. Die Ueberfahrt dauert 1 3/4 Stunden. Peter beschreibt sie unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html. Wirklich eine schöne Ueberfahrt...
Die Landschaft auf Manitoulin unterscheidet sich nicht gross von der Landschaft auf dem Festland. Speziell sind die Seen mit Inseln auf der Insel im See (Lake Huron) sowie dass hier vorallem Indianer leben, allerdings im Reservat.
Finden einen schönen CP an einem der vielen Seen auf dieser Insel. Es ergeben sich gute und interessante Gespräche mit dem Leiter des CP und andern Campern.
Geniessen den Abendbummel dem See entlang.

06 Juni 2012

Tobermory

Fahren von Goderich nach Tobermory mehr oder weniger der Küste des Huron Lakes entlang - jedoch immer wieder durch Dörfer, Felder und Wälder - ähnliche Landschaften wie gestern mit Ausnahme dass zwischendurch Schotterstrasse ist, weil wir immer wieder auf Nebenstrassen fahren, um die Landschaft wirklich zu erleben. Wir werden noch genug Meilen auf den Autobahnen in Richtung Westen fahren!
Am Morgen und am Mittag gibt es eine Fähre von Tobermory auf die Manitoulin Insel. Es ist jetzt früher Abend und wir suchen uns einen CP zum Übernachten. Der ist bald gefunden. Liegt an einem kleinen Seelein, in einer Waldlichtung unweit des Lake Huron. Er wird von einer Mennoniten Familie geführt. Die Anlage ist sehr schön angelegt, sauber und gepflegt. Solch gepflegten CP haben wir bisher in Kanada kaum gefunden.
Wir geniessen diese Umgebung, das wärmere und trockene Wetter und gehen bald mal schlafen. Sind wieder ziemlich weit gefahren - oft auf Nebenstrassen.

05 Juni 2012

Niagarafälle / Goderich am Lake Huron

Verlassen Toronto ohne Bedauern, nicht noch mehr davon gesehen zu haben. Der erste Eindruck reicht uns.  Peter beschreibt Toronto  unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html.
Heutiges Ziel ist der Besuch der Niagarafälle.
Naturschauspiel: fasziniernend! Vermarkung: schrecklich (aus unserer nicht massgebenden Sicht). Offenbar braucht es auch noch ein Casino neben den Niagara Fällen...

Fahren nach einer Kaffeepause weiter in Richtung Goderich am Huron Lake. Schönes Wetter, weite Landschaften und Wälder, beschauliche Dörfer.
Finden einen schönen Platz am Lake Huron - etwas nördlich von Goderich. Werden vom Lied der Wanderdrossel auf dem Häuschen neben "unserem" Platz in einen schönen Abend eingestimmt...




Inkl. aller Umwege wegen Baustellen sind wir heute 361 km gefahren. Am Wegrand tatsächlich 2 Mal Schildkröten gesehen, die die Strasse überqueren wollten! Im Wald nebst vielen verschiedenen Vögel auch Eichhörnchen mit ganz dunkelbraunem Fell gesehen. 

04 Juni 2012

Toronto kühler Tag auf dem CP

Heute wirds nicht wirklich warm. Wir mögen nicht in die Millionenstadt fahren. Bleiben lieber hier zum Berichte schreiben und lesen. Berichte schreiben ist jedoch sehr mühsam, da die Internetverbindung langsam ist und immer wieder ausfällt. Leider müssen wir im Auto bleiben - es ist einfach zu kühl und windig draussen.

03 Juni 2012

Toronto

Sonntag Morgen. Ueber dem noch nassen CP am Ufer des Ontariosees ist es still - abgesehen vom Vogelgezwitscher! Die wenigen Menschen, die in den grossen WoMo da sind, schlafen noch, oder sind einfach drinnen. Nur ein jüngeres Paar mit einem Bernhardinerhund sitzt vor ihrem grossen WoMo - in Decken gehüllt. Es ist nur 16 °C. Aber weil es nicht windet, empfinden wir es nicht als sehr kühl und frühstücken draussen.
Fahren weiter über die Halbinsel Prince Edward Country bis zur Fähre. Die ist gratis. Nach nur 10 Minuten erreichen wir das andere Ufer. Weiter gehts über Land bis zur Autobahn in Richtung Toronto.
Gegen 15 h beginnt es zu regnen - es giesst wie aus Kübeln und 10 Minuten später scheint die Sonne... An die raschen Wetterwechsel, wie wir sie hier in Kanada erleben - haben wir uns noch nicht gewöhnt.
Knapp 20 km lang ist die Fahrt vom Stadtrand von Toronto bis ins Zentrum, d.h. bis zum Fernsehturm im Hafen. Fast 10 km weit 4- und 3spurig in jede Richtung, dann nur noch 2spurig ist die Autostrasse...





Wieder mal machen wir uns in einer Millionen-Stadt kundig... Toronto hatte 2008 2,6 Mio und die Region 5,6 Mio Einwohner. Wir fahren direkt ins Zentrum und finden einen öffentlichen PP beim Tower. 



Es beginnt wieder zu regnen. Also Bummel mit Schirm, orientieren uns kurz - ab ins Einkaufszentrum und dann ins Café zum Mail lesen. Bei der Rückkehr zum Leomobil hat der Regen aufgehört - noch ein Bild mit Leomobil beim Tower und wieder mitten in den Hochhäusern - und ab einen CP suchen.
Finden auf dem CP Indian Line einen halbwegs trockenen Platz. Stellen unser Auto auf. "Nachbarn" kommen herüber zum Schauen und uns auf einen Drink einladen.
Nach dem Nachtessen gehen wir über den Weg zu ihnen und bleiben eine Weile mit ihnen rund ums Feuer. Elan und Maggie leben seit 3 Jahren während der Woche hier. Übers Wochenende fahren sie rund 3 h nordwärts nach Hause. Elan hat hier in Toronto Arbeit gefunden. Da es hier im Winter 1 - 2 m Schnee gibt, nimmt Elan im Winter eine kleine Wohnung in Toronto und Maggie bleibt zu Hause. Seit 2 Jahren geht sie im Winter zum Eisfischen. Elan rät uns dringend ab, zu den Niagara-Fällen zu fahren - das sei nichts Besonderes - nur Wasser das nach unten rinnt und eine Unmenge Touristen!! Viel mehr würden wir im Algonquin-Nationalpark sehen, dort sei echte Natur zu erleben! - Dirk ist gebürtiger Norweger, aber in Kanada aufgewachsen. Er lebt im WoMo nebenan. Ist noch berufstätig. Bert und Ellen mit ihrem weissen Puddeli leben schon viele Jahre im Sommer hier. Sie sind längst pensioniert.
231 km gefahren, davon gute 40 km nur Stadtverkehr in Toronto.


Fahrt durch eine der vielen Vorstädte dieser Millionenstadt

02 Juni 2012

Am Lake Ontario

Verlassen Ottawa in Richtung Toronto. Fahren teilweise durch auf der Autobahn und teilweise auf Nebenstrassen durch die weite Landschaft. In dieser Region durch viele fruchtbare Gebiete mit Gemüseanbau. Und immer wieder kleinere Rinderfarmen oder Farmen mit bis zu 20 Pferden auf der Weide. Dann wieder Sumpfgebiete mit kleinen Seen, Tümpeln, Flüssen und Bächen. Im Prince Edward Country finden wir einen schönen CP in einem Park mit sehr schönem Baumbestand und einem Museum direkt am Lake Ontario. Beim Abendspaziergang ist das Museum der Loyalisten bereits geschlossen.
Schöne Stimmung über dem Lake Ontario. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass wir wieder nahe der Grenze zur USA sind. 231 km gefahren.




Mit dem Gestell eines alten Heuwenders lässt sich prima ein Schiffsteg bauen!






01 Juni 2012

Ottawa

Peters Geburtstag. Das Frühstück geniessen wir draussen bei 18°C - es ist ein wenig bedeckt und der Wind bläst die Geburtstagskerzen immer wieder aus... Fahren ins Stadtzentrum auf den gleichen öffentlichen aber bewachten PP wie gestern.
Im Second Cup checken wir die Emails. Bis die grosse Capuccino-Tasse leer ist, beginnt es zu regnen. Museumswetter - gerade richtig, um endlich etwas mehr über die Indianer zu erfahren. Bis jetzt sind wir auf unserer Reise kaum auf Hinweise betreffend Indianer gestossen. Zwar zeugen einzelne Namen davon, dass in diesem riesigen Land mal eine andere Bevölkerung gelebt hat - konkret war bisher jedoch nichts zu finden, abgesehen von meinem von zu Hause mitgebrachten Buch, das ich gerade  lese. Im Musee Canadien des Civilisations  (man könnte es Völkerkundemuseum nennen) wird das Leben der Urbevölkerung sehr ausführlich bildlich und filmisch dargestellt und beschrieben.





Der Schamane

In der Canada-Halle wird die Einwanderungsgeschichte seit dem 17. Jahrhundert dargestellt. Es gibt auch eine Sonderausstellung über die Mayas, für deren Besichtigung uns schlichtweg die Zeit fehlt! Wir verbringen den halben Tag in diesem Museum. Ich könnte noch tagelang hier Interessantes zur Entwicklungsgeschichte von Menschen und Völkern finden. Ich tröste mich damit, dass die Museen noch weiter bestehen! Toll von Peter, mit mir in dieses Museum zu kommen, da er selber nicht wirklich ein Museumsgänger ist!
Herrliches Nachtessen und anstossen auf den Geburtstag bei 1 Glas Wein im Steakhouse!