14 März 2014

Dem Golf von Tehuantepec entlang

Heute ist früh aufstehen angesagt - beide haben wir eine lange Fahrt vor uns. Nelly und Toni  fahren südwärts nach Guatemala. Die Grenze ist knapp 200 km entfernt. Peter und ich fahren auf der Mex 200 wieder nordwärts. Heute möchten wir Puerto Ángel erreichen. 
Die Fahrt der Pazifikküste entlang ist abwechslungsreich. Bis kurz vor Zanatepec ist sie uns ja bekannt.
Adiós Puerto Arista
 

Das Tagwerk hat begonnen 
 
 Vermutlich seine letzte Fahrt...
 
Landwirtschaft und Mangoplantagen. Faszinierend sind die Nebelbänke am Morgen in den Bergen der Sierra Madre de Chiapas
 
Flussbett während der Trockenzeit. Der Fluss kommt aus der Sierra Atravesada vor der Grenze Chiapas/Oaxaca
  
 
Auch im Bundesstaat Oaxaca werden viele Mangos angebaut. Die Plantagen sind im Hintergrund zu erkennen - vereinzelt sehen wir Windräder für die Stromproduktion.

Reife Mangos 

Auf dem Weg zur Mangoernte

Geernteten Mangos zum Verkauf

Schlafzimmer wird geliefert

An Beinen, Bauch und Horn ist ersichtlich, dass hier ein Ochsengespann den Karren zieht

 Landwirtschaftsgebiet
 

 
  
 
Die Mex 200 führt bei Ixtepec durch den grössten Windpark Lateinamerikas, der bei der lokalen und indigenen Bevölkerung mehrheitlich sehr umstritten ist.
 
Rio Tehuantepec
 
Nach Santo Domingo Tehuantepec führt die Strasse nahe der Küste entlang, immer auf und ab, ist oft schmal und fast immer kurvig. Es ist anstrengend, dieses Stück Küstenstrasse zu befahren. Die jeweils unerwarteten Ausblicke auf den Pazifik hinaus sind faszinierend...  
 
Nach 6 Stunden erreichen wir Puerto Ángel - fahren jedoch weiter auf den CP Rancho los Mangos in Zipolite. Ein Toller CP, der seinen Namen rechtfertigt. Viele Mango- aber auch  andere  Fruchtbäume sind auf diesem grossen Grundstück.


Hier können wir uns von der langen Fahrt erholen und die vielen Eindrücke verarbeiten.

13 März 2014

Am Pazifik: Puerto Artista

Ein gemütlicher Tag auf dem CP mit ausgiebigem gemeinsamen Frühstück, etwas Haushalt, Peters Bummel am Strand  und Weiterreise planen... Die Stunden verfliegen viel zu schnell!

 
 
Vorbereitungen: Wann werden wir an der Grenze sein? Wo werden wir durchfahren? Wo übernachten? Wo einkaufen?
 
 
Alles klar!
 
Morgen fahren Nelly und Toni über die Grenze nach Guatemala und dann immer weiter südwärts. Fast 2 Jahre lang haben wir uns immer wieder getroffen und viele schöne Tage und Wochen zusammen verbracht...  Auf Wiedersehen irgendwann - irgendwo!
 

12 März 2014

Blockade und unerwartete Begegnung

Heute wollen wir nach Puerto Arista an den Strand fahren - oder wollen wir nach Santo Domingo Tehuantepec und von dort aus weiter ans Meer?? Ausnahmsweise sind wir heute unentschlossen, in welche Richtung wir fahren wollen. Wir möchten nochmals ans Meer, bevor wir wieder ins Landesinnere reisen. Schlussendlich beschliessen wir, nach Santo DomingoTehuantepec zu fahren, dort zu übernachten und am folgenden Tag weiter nach Puerto Escondido am Pazifik zu reisen. Dort wollen wir dann ein paar Tage bleiben.  Wir verlassen den landschaftlich und kulturell sehr vielseitigen und bunten Bundesstaat Chiapas mit seinen vielen noch gelebten Traditionen.  Leider gehört dieses Bundesland zu den ärmsten von Mexiko. Die Menschen leben oft nur mit dem Nötigsten zum überleben.

Von der Hochebene...
 
...ins Tal hinunter...
 
...vorbei an kleinen Siedlungen..
 
...und grossen Farmen...

...dem Meer entgegen...

...in die fruchtbare Ebene.
 


 
Bei Arriaga erreichen wir die Küstenstrasse, die Mex 200 und fahren nordwärts weiter. Bald erreichen wir die Grenze zum Bundesland Oaxaca - ebenfalls ein armer Bundesstaat.

 
Wir können bis kurz vor Zanatepec fahren - dann geht gar nichts mehr!

 Über 1 km lang ist die  Kolonne der Lastwagen. Was ist passiert? Die "Maestros" (Lehrer) protestieren immer noch gegen die neue Schulreform und haben die Mex 200 - eine wichtige Versorgungsstrasse für die an der Küste lebende Bevölkerung - für einen ganzen Tag blockiert. Wir fahren langsam an der Lastwagenkolonne vorbei und parkieren Leomobil zwischen 2 Lastwagen und gehen dann zu Fuss  weiter. Wir wollen schauen, was wirklich ist. Im Gespräch mit 4 freundlichen, leidgeprüften Lastwagenchauffeuren vernehmen wir, dass die Blockade noch den ganzen Tag andauern wird. Für PWs gebe es die Möglichkeit, auf einem schmalen Feldweg und durch den Fluss die Blockade zu umfahren. Vielen Dank! Wir wenden Leomobil, finden den Feldweg und fahren los.

Die Blockade aus der Ferne

Vor uns fährt ein PW
 

Die Mitfahrer sind ausgestiegen


Der Schimmel lässt sich nicht stören. Im Hintergrund die Lastwagenkolonne auf der Brücke
 
Hier gibt's etwas zu sehen!

 
Bei der Brücke erreichen wir die Mex 200 wieder und können langsam an der auch auf dieser Seite sicher über 1 km langen Autokolonne - vor allem Lastwagen -  vorbeifahren und unsere Tagesetappe fortsetzen.


Hier können wir durchfahren... Die meisten rechts parkierten PW's gehören streikenden Lehrern...
 
 
Wir sprechen darüber, ob Nelly und Toni bereits in Guatemala sind - denn auf dieser Strecke sind sie von Acapulco ausgehend südwärts gefahren. Fünf Minuten später sehen wir "gelb": wer fährt uns denn da entgegen???  Selbstverständlich treten Peter und Toni auf die Bremsen und wir freuen uns, dass wir uns so unerwartet nochmals begegnen! Was für eine Fügung - dass wir uns nochmals sehen, bevor sie endgültig in Richtung Süden reisen!
 
Rasch ist klar: wir wenden und lotsen sie durch die Blockade. Für ihren Iveco ist es ebenfalls kein Problem, das Bachbett und den Feldweg zu befahren. Wir begleiten sie auf den CP Puerto Arista und bleiben zwei Nächte dort.
 
Wir vernehmen, dass der CP in Tehuantepex, wo wir heute übernachten wollten, kaum mehr benützbar ist. Nelly und Toni sind im letzten Jahr dort gewesen - es gibt kein Wasser, kein Strom, kein WC mehr. In einem ehemaligen WC  hausen jetzt die Ziegen und im andern hat sich der ehemalige Betreiber eingenistet.
 
Nach einer knappen Stunde erreichen wir Puerto Arista. Statt kochen bummeln wir zum Strand und geniessen in einem Beizli feinen Fisch. Und natürlich gibt's viel zu erzählen - wie immer, wenn wir uns treffen!




 
 
 
 






Wie war das nun mit unserer Unentschlossenheit heute morgen, ob  wir südwärts nach Puerto Arista oder nordwärts fahren sollen???

11 März 2014

Heute geht es bergab - fast direkt in den Cañón del Sumidero

Wir verlassen die Kolonialstadt San Cristóbal de las Casas auf 1940 müM und die Gegend, wo das indigene Mexiko noch besonders tief verwurzelt ist. Ein paar Eindrücke davon durften wir in den letzten Tagen erleben. - Zuerst müssen wir weiter  bergwärts auf 2700 müM fahren. Dann geht es nur noch bergab! Diese Strasse nach Tuxtla Gutiérrez, der Hauptstadt des Bundesstaates Chiapas mit ihren 570'000 Einwohnern auf 530 müM ist gut ausgebaut und führt in vielen Kurven ins Tal hinunter.
 
ausserhalb  San Cristóbal
 
 
kleine steile Maisfelder
 
 
 
Blick ins Tal hinunter
 
 
Gegen Mittag erreichen wir die kleinere Kolonialstadt Chiapa de Corzo auf 450 müM. Wir kurven um den Hauptplatz und bestaunen die Arkaden der Bauten der Kolonialzeiten und suchen die Schiffstation für eine Fahrt auf dem 32 km lang gestauten Rio Grijalva.

Chiapa de Corzo
 
 
 
Ein junger Mann mit einem Prospekt in der Hand macht auf sich aufmerksam. Wir erlauben ihm, ausnahmsweise aufs Trittbrett zu steigen und so als Lotse mit uns zur Schiffstation zu fahren. Mit dieser Fahrweise ist wohl bereits ein mexikanischer Einfluss sichtbar.... 2 Minuten vor 12 kommen wir an der Schiffstation an und ein fast volles Boot steht abfahrtbereit. Also - rasch Leomobil parken, Sonnenbrille und Sonnencrème sowie Geld packen, Billett lösen, Schwimmwesten fassen und ab ins Boot... Uff - kaum sitzen wir braust das Boot davon....
 
 Auf dem Rio Grijalva
 
Eingang zum Cañón

    
        So sind wir zeitweise unterwegs...

 Geologische Ähnlichkeit mit norwegischen Fjorden...




















...doch völlig andere Vegetation und Tierwelt in einer Klimazone nur 18° nördlich vom Äquator

Kakteen wachsen an den Steilhängen

Üppige tropische Vegetation

Ca. 4 m langes Krokodil neben dem Boot
 
Die Fahrt dauert 2 1/2 Stunden und ist sehr eindrücklich! Mehr Bilder und Erklärungen dazu direkt http://www.umdiewelt.de/Die-Amerikas/Mittelamerika/Mexiko/Reisebericht-6847/Kapitel-303.html anklicken.

Wir übernachten in der grossen Stadt Tuxtla Gutiérrez (570'000 Einwohner), der Hauptstadt des Bundesstaates Chiapas. Als Standort zum Anklicken trage ich jedoch den Nationalpark ein, den wir heute besucht haben, weil wir diesen sehr interessant finden.

Der CP ist im "Dschungelgarten" eines Hotels mit guten sanitären Anlagen - jedoch sehr lärmig gelegen.