12 März 2013

Stadtbummel und erste Spanisch-Stunde: mañana

Bevor die erste Spanisch-Stunde um 16 Uhr stattfindet, gehen wir noch in die Stadt, Brot und Früchte kaufen und auf dem Platz bei der Kathedrale, dem El Jardín, einen Kaffee trinken.



Das Leben hier verläuft beschaulich. Wir bummeln die schmalen Gassen hinauf zur Kathedrale. Es gibt keine Teerstrassen oder geteerte Trottoirs. Überall sind die Wege gepflästert. Es ist wesentlich einfacher, mit guten Schuhen statt mit Flip-Flops auf einen Stadtbummel zu gehen. Im Stadtzentrum gibt es viele kleine Läden - oft ohne Fenster und gar nicht oder nur klein angeschrieben. Doch die Türen stehen offen und man kann hineinschauen, was es da zu kaufen gibt.


Spannend und interessant, wenn man nichts Bestimmtes kaufen muss!  Und es gibt unzählige kleine, einladende  Kaffees und Beizli sowie viele Restaurants. San Miguel de Allende ist eine touristische Kolonialstadt mit vielen Gegensätzen. Plötzlich steht ein voll bepackter Esel bewegungslos auf dem schmalen Trottoir. Ein Seil hängt auf den Boden - also muss er doch von jemandem geführt werden! Wir bleiben stehen und sind gespannt, wie lange dieses arme Tier hier stehen muss. Es dauert nicht lange, da kommt ein älterer Bauer aus einem Laden, führt den Esel ein paar Häuser weiter und bleibt vor einem Hotel stehen. Dann werden 2 Säcke abgeladen - vermutlich Mais.
 
Pünklich sind wir zurück beim Leomobil, bereiten uns für die erste Spanisch-Lektion vor - doch es kommt niemand. Nach 3/4 Stunden rufe ich die Lehrerin an - erfahre dass sie krank ist und heute nicht kommen kann. "Mañana!" (morgen) - da haben wir doch schon etwas gelernt!
Das sms mit ihrer Absage an die abwesenden Nachbarn hat uns nicht rechtzeitig erreicht.

10 März 2013

Sonntag in San Miguel

Die warmen Kleider versorgen? Nein, dafür ist es noch zu früh! Nachts hat es auf 10°C abgekühlt. Habe fast vergessen, dass wir wieder im mexikanischen Hochland sind - auf 1920 müM. Sobald die Sonne scheint, wird es wärmer und das Thermometer steigt bis am Mittag auf 26°C. Wir haben gut geschlafen, die bereits bekannten Glockenschläge der nahen Kirche San Antonio und das Geschrei der Hähne und Gegacker der Hühner am frühen Morgen empfinden wir schon fast als "heimelig"...
 
 
Am Mittag treffen wir Bernhard und Sabine in der Stadt. Bernhard, der Sohn eines Nachbarn und Schulkollegen von mir lebt und arbeitet seit 3 Jahren hier. Was für ein Zufall, dass wir gerade hier einen sicheren Abstellplatz fürs Leomobil gefunden haben! Der schöne, mit vielen verschiedenen Pflanzen, Sträuchern und Bäumen bewachsene Innenhof eines Cafés ist der perfekte Rahmen, um einander kennen zu lernen. Es gibt viel zu erzählen! Im Verlauf des Nachmittags können wir noch mitfahren in den "Mega" - ein grosses Einkaufszentrum - und ein paar Einkäufe tätigen. Dieser Sonntag ist so schnell verflogen!

09 März 2013

Per Bus nach San Miguel de Allende

Auf gut Glück fahren wir an die Busstation Northe in Mexiko City und versuchen, einen Platz auf dem 11.15-Uhr-Bus zu bekommen. Dieser sei ausgebucht - so sagte man uns, als wir die Billette bei Primera plus bestellten. Am Schalter an der Busstation zeigt sich jedoch, dass es noch genügend Platz hat. Nach ein paar Telefonaten wird unser Billett für den 15.15-Uhr-Bus für den 11.15-Uhr Bus angenommen. In der Wartehalle des riesigen Busbahnhofs findet eine erste Sicherheitskontrolle statt - genau gleich wie am Flughafen. Vor dem Einsteigen in den Bus muss das Handgepäck nochmals geöffnet werden und mit einem Gerät wird nochmals dem Körper entlang nach Waffen gesucht. Endlich können wir im Bus Platz nehmen. Alle sitzen - da geht der Buschauffeur mit einer Filmkamera durch den Bus und filmt jede Person. Erst jetzt geht die Fahrt los...
Wir durchfahren wieder die Hochebene. Hie und da sehen wir frisch gepflügte Äcker. Sehen, wie mit einem einfachen, von einem Pferd gezogenen Pflug ein Acker gepflügt wird. Einzelnen Bächen entlang haben die Weiden in den letzten 4 Wochen.

Wir freuen uns, dass wir wieder in San Miguel de Allende sind!


 Der Eingang Calle San Antonio 12 ist uns inzwischen vertraut - von aussen und von innen...


 


















Es herrschen sommerliche Temperaturen und wir freuen uns, nach dem winterlichen Aufenthalt in der Schweiz an der Sonne und Wärme zu sein! Weg mit den Winterkleidern!
Wir fahren das wohlbehütete Leomobil an einen neuen Standplatz, richten uns ein. Herzliche Begrüssung mit verschiedenen Leuten, die wir auf dem Platz hier schon kennen gelernt haben.

Bald gehen wir hier im Käseladen einkaufen - der sieht so aus, wenn er geschlossen ist:


 

und so, wenn offen ist!
 
 
 
 
Jedenfalls freuen wir uns auch, dass wir wieder in San Miguel de Allende sind!




In Mexiko City gäbe es noch viel Interessantes zu sehen. Wir haben jedoch das Gefühl, dass wir einiges an Sehenswürdigkeiten gesehen und einen Eindruck vom pulsierenden, bunten und lauten Leben in dieser 8,8 Mio-Stadt bekommen haben. Mögen nicht mehr in dieser riesigen Stadt sein mit der staubigen, smogbeladenen Luft. Wir schätzen es, dass wir abends wieder gut durchatmen können...
Hier einen herzlichen Dank an Marcel Langsam, der uns auf verschiedenste Sehenswürdigkeiten aufmerksam gemacht hat. Viele davon haben wir besucht!

08 März 2013

Anthropologisches Museum, Mexiko City

Fünf Stunden verbringen wir in diesem faszinierenden Museum, das die Geschichte Mexikos bis zur Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert zeigt. - Zu den spannensten Ausstellungsstücken gehören der riesige aztekische Kalenderstein, in den ein präkolumbianischer Kalender  eingemeisselt ist, Rekonstruktionen der Pyramide des Aztekenherrschers Quetzalcóatl sowie die Kopie eines Maya-Grabes. Aufgelockert durch eine kurze Kaffeepause im Garten des Museums können wir die vielen Eindrücke aufnehmen. - Ich könnte locker noch einen weitern Tag in diesem Museum verbringen.
Doch für heute genügt es - Peter meint gegen Schluss unseres Rundgangs: nun habe ich genug Töpfe gesehen... Die Bilder wie üblich unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html
 

07 März 2013

Stadtrundfahrt Mexiko City

Am heutigen warmen Frühlingstag wollen wir unsern Radius in dieser 8,8 Mio-Stadt etwas erweitern. Mit dem "Turibus"  durchfahren wir während fast 4 Stunden verschiedene Stadtteile.  Die  breiten, mehrspurigen Strassen sind oft rechts und links sowie in der Mitte durch Grünstreifen mit hohen Palmen, Eukalyptus- und blau-violett blühenden Jacaranda- sowie rotblühenden Carol-Bäumen abgetrennt. Die Stadtarchitektur ist in einzelnen Quartieren teilweise der Stadt Paris nachempfunden - Champs-Elysées lässt grüssen... In andern Teilen ziehen farbenfrohe Bauten der mexikanischen Architektur aus dem 20. Jahrhundert die Blicke auf sich. Dann durchfahren wir wieder schmale Strassen, wo der Baumwuchs so dicht, dass die dahinter stehenden Villen und Häuser aus der Kolonialzeit fast nicht sichtbar sind.
Auf dem letzten Abschnitt dieser Tour lernen wir Sabine und René aus der Schweiz kennen. Sie sind auf Weltreise. Zufälligerweise haben sie auf den beiden Sitzen hinter uns im "Turibus" Platz genommen. Die Welt ist klein! Im angeregten Gespräch erfahren wir, dass sie auch schon mal mit einem Toyota Landcruiser unterwegs gewesen sind!
Auf einer schmalen Terrasse über dem Zocalo geniessen wir nach der Stadtrundfahrt einen  Imbiss und vorallem die tolle Aussicht auf den belebten Platz.
Näheres über die Stadtrundfahrt mit den vielen Eindrücken unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html .

06 März 2013

Erholungstag in Mexiko City

Für heute steht Erholung vom gestrigen 23-Stunden-Tag auf dem Programm. Am Nachmittag bummeln wir durch die Strassen des Centro Historico. Auf der Suche nach Nähfaden finden wir grosse Einkaufshallen mit unzähligen Stoffen vieler Arten in allen Farben und vielfältigen Mustern! In einem Strassencafé  geniessen wir einen Cappucino und schauen lange dem bunten Treiben zu. Es ist ein warmer schöner Frühlingstag. Die Bäume im nahen Park haben teilweise Blätter bekommen seit unserem letzten Aufenthalt hier und die Jacarandabäume stehen in voller Blüte.  

05 März 2013

Wieder in Mexico City

Die knapp 3 Wochen in der Schweiz sind viel zu schnell verflogen! Schade, dass wir nicht alle Besuche machen konnten, die wir vor hatten! Wir bitten um Verständnis! Und: aufgeschoben ist nicht aufgehoben - wir werden wieder in die Schweiz reisen! - Wann und von wo aus ist allerdings noch offen.
Der Flug verläuft gut - einzige kleine Aufregung gibt es wegen der knappen Umsteigezeit in Amsterdam. Also beeilen wir uns. Wir erreichen die Warteschlange  beim Ausgang E17 noch rechtzeitig und reihen uns für die Sicherheitsvorkehrungen ein. Diese sind streng - hat ja seinen Grund!  Endlich sitzen wir im vollbesetzten Jumbo und fliegen auf der Nordatlantik-Route mit dem Tag in Richtung Westen - auf einer Höhe zwischen 10'000 und 11'000 müM. Manchmal über einer Nebeldecke - und manchmal ist die Sicht frei auf das Meer oder später auf Kanada. Neuschottland ist erkennbar und der St. Lorenzstrom. Dann ist wieder eine Nebeldecke und ich schlafe mal eine Runde. Später ist das mexikanische Hochland ersichtlich und während der Dämmerung fliegen wir über die Region von Mexiko City - 25 Mio Menschen sollen in dieser Agglomeration wohnen! In Mexico city sollen es 8,8 Mio Menschen sein.
Das Fliegen nach Westen verkraften wir besser als in die Gegenrichtung beim Flug in die Schweiz. 
Morgens um 02.00 Uhr Schweizerzeit erreichen wir Mexiko City in der Dämmerung. Ortszeit ist 19 Uhr und es ist immer noch Mittwoch...
Am Zoll die grosse Freude: wir erhalten problemlos ein neues Visum mit nochmals 6 Monaten Aufenthalt in Mexiko!
Per Taxi gehts durch den abendlichen unvorstellbar dichten Verkehr ins gleiche Hotel wie vor dem Abflug in die Schweiz. Innerlich vibrieren wir immer noch nach dem 10-stündigen Flug Amsterdam-Mexiko City, obwohl es im Jumbo angenehm zu reisen ist.
(Ein paar Fotos folgen)