18 September 2012

Estes Park

Warm anziehen ist gefragt - obwohl die Sonne scheint und ein prächtiger Tag erwacht ist. Wolkenloser Himmel - doch der kühle Wind von den umliegenden hohen Bergen erinnert an unsern Aufenthalt im touristischen Bergdorf in Colorado.



 
 

 
 
 
Bleiben heute da. Die Umgebung mit dem Lake Estes ist sehr schön. Wir gehen zu Fuss vom CP ins "Dorf" - hin und zurück sind es gute 4 Meilen, d.h. rund 6 km. Wir geniessen es, zu Fuss unterwegs zu sein, da wir eigentlich  - abgesehen vom Leomobil einrichten und abbauen für die Reise - nicht viel Bewegung haben...
Knappe 10 m vom Leomobil entfernt läuft plötzlich eine Gruppe Hirsche vorbei. Kann sie erst jenseits der Strasse fotografieren - war nicht auf ihre plötzliche Anwesenheit gefasst...



 
 
 
 
 

 

17 September 2012

Die Rocky Mountains locken wieder, Estes Park

Bei halbwegs sonnigem Wetter fahren wir nun durch fruchtbarere Gegenden in Richtung Rocky Mountain Nationalpark, Colorado. Riesige Maisfelder prägen die Landschaft. Ist es die Höhe über Meer (so um die 1600 müM) oder eine bestimmte Sorte, dass der Mais viel kleiner ist als in der Schweiz? Wir wissen es nicht - macht auch nichts... Erreichen nach ca. einer halben Stunde die Big Thompson Canon Road und fahren durch die enge Schlucht des Big Thompson Canons. Zwischen den hohen Felswänden rechts und links der Strasse ist nur noch der Fluss, teilweise von Gebüsch und niedrigen Bäumen gesäumt - sonst hat in dieser Enge nichts mehr Platz. Bin froh, dass wir ohne herunterstürzende Steine durchfahren können...




Unser Weg führt heute nur bis Estes Park. Der Wetterbericht ist nicht gut für den 12183 Fuss, d.h. ca. 4060 müM hohen Pass auf dem Highway 34. Im Touristoffice erhalten wir die Bestätigung, dass morgen und übermorgen ganztags Sonnenschein angesagt ist. Also warten wir die guten Wetterbedingungen für diese hohe Passfahrt ab. Man empfiehlt uns, die ausgebaute Strasse zu fahren, da diese schöne Aussichtspunkte biete - im Gegensatz zur ursprünglichen Strasse, der Schotterstrasse, welche wir eigentlich fahren wollten.
Wir sind hier in Estes Park auf 7200 Fuss, d.h. ca. 2400 müM. Es ist dementsprechend ziemlich kühl. Können keinesfalls draussen essen.
 

16 September 2012

Unabsehbare Prärie...

...und weiter fahren wir durch die Prärie von South Dakota, Nebraska Wyoming und Colorado, Wir sind im Grenzbereich dieser 4 Staaten. Die Grenzen sind optisch nicht erkennbar. Wir durchfahren stets heisse staubige trockene Ebenen, hügelige Landschaften, manchmal Bergketten im Hintergrund - die "blauen Berge", denn durch die Entfernung und die heisse Luft wirken sie blau.. Manchmal verschwinden sie wieder und am Horizont ist nichts als braunes staubiges Land zu sehen. Farbtupfer in diesen Weiten bilden einzelne Kuhherden mit den schwarzen Kühen und ab und zu eine Farm. Manchmal ist auf einer Ebene nur eine Windmühle zu sehen, die Wasser pumpt. Hinter jedem Hügel ist wieder eine neue Hügelkette am Horizont zu sehen. - Auf den Ortstafeln sind die Einwohnerzahlen und die Höhe über Meer geschreiben. Wir lesen die Einwohnerzahlen 5, 18, 27, 7, 369 und in einer grossen Ortschaft 4'560.  Wir reisen stets zwischen 1300 und 2100 müM.  Fahren heute 469 km - anfangs auf Schotterstrassen. Wählen die Nebenstrassen, um wilde Pferde zu sehen. Keines ist sichtbar. - Fahren durchs Oglala National Grassland, Richtung Robert Robinson Nationalpark in Nebraska. Heutiges Ziel ist die Region von Cheyenne in Wyoming.  Lassen jedoch diese grössere Stadt rechts liegen fahren weiter in die Region von Wellington in Colorado. Die dunklen Wolken am Himmel und der zunehmende Wind lassen nicht viel Gutes erahnen. Tatsächlich windet es nach Einbruck der Dunkelheit ziemlich heftig und es fällt sogar  etwas Regen - heissersehnt in dieser trockenen Landschaft! 









 
 
 
 
 
 
 
 

15 September 2012

Mount Rushmore, Custer State Park und Wind Cove Nationalpark, Southdakota

Heute wirds wieder heiss! Frühstück im Top und FlipFlops - lange haben wir davon geträumt - heute ists Wirklichkeit. Wir fahren südwärts zum Mount Rushmore. 4 amerikanische Präsidenten sind in den Felsen verewigt - ich vermisse indianische Hauptlinge. Das Land war ehemals Gebiet der Sioux Indianer...


 

Die Weiterfahrt zum Custer State Park erweist sich als Off-Road Strecke, weil wir im GPS "weniger Kraftstoff" eingegeben haben. Da weist es uns den kürzesten Weg und dieser führt ein gutes Stück durch eine schmale Strasse mit unzähligen Löchern und Steinen. Dies ist unfreiwillig meine erste Off-Road-Fahrt geworden...Peter will ein Föteli machen - der Strassenzustand hier ist bereits wieder gut.



Im  Wind Cove Nationalpark sind die Strassen gut. Wir sind so um die 1800 bis 2000 müM. Wir sehen einzelne Bisons, verschiedene Bisonherden, unzählige Präriehunde, beobachten lange ein Kojote, sehen Maultierhirsche und ab und zu Vögel. Am Strassenrand liegt ein totes Stacheschwein. An den Bisons fahre ich so rasch wie möglich vorbei - habe etwas stärker Herzklopfen, als vor mir ein Bison die Strasse überquert und ich anhalten muss, um ihn vorbei zu lassen. Fotografiere die Herde lieber von weitem... Ein ständiger heisser Wind weht über die Prärie - der Name dieses Nationalparks ist zutreffend.


 
 
 
 
 
 
Weiter gehts durch die heisse, staubige Prärie bis nach Hot Springs. Wir geniessen es, in der lauwarmen Nacht noch draussen zu sitzen und dem Zirpen der Grillen zuzuhören. Ab 19.30 Uhr ist es stockdunkel auf dem Platz. Hin und wieder leuchtet ein Licht von einem WoMo zwischen den Föhren. Es sind nicht viele Plätze besetzt - die grosse Reisezeit ist vorbei. Eine kleine Tischlampe spendet uns Licht zum Lesen und schreiben am Laptop - dank guter Internetverbindung. Im lichten Föhrenwald können wir den Sternenhimmel klar sehen, da keine grössere Lichtquelle in der Nähe ist.  123 km gefahren.
 

 
 
 
 
 

14 September 2012

Durch die Badlands nach Rapid City

Morgens um 8 Uhr ist es 4°C. Wie gut, dass es tolle geheizte sanitäre Einrichtungen gibt - in diesem kleinen Blockhaus sind 3 "Badezimmer" untergebracht mit Dusche, WC und Lavabo. Alles sauber!
Die Sonne wärmt das Tal rasch auf und um 9 h sitzen wir kurzärmlig beim Frühstück...
 
 
 
 
Diese Bärenbank finde ich witzig!
 
 
 
 
Die heutige Reise geht weiter durch die Prärie - via Rapid City, Besuch des Ellsworth Air und Space Museums bis Wall. Ab dort nehmen wir die 240 und fahren durch den Badlands Nationalpark bis Interior - von dort wieder bis Rapid City. Interior ist der (vorläufig - wir wissen es nicht so genau...) östlichste Teil unserer Reise durch die USA. Was für unvorstellbar schier endlose, dürre und wenig bewohnte Weiten durchfahren wir! Die schwarzen Kühe auf den oft unabsehbaren Weiden bilden einen interessanten Kontrast zu der dürren kargen Landschaft.
Das Vulkangebiet der Badlands bildet eine einzigartige Landschaft, die uns wieder mal zum Staunen über die Naturkräfte bringt....
 
 
 
 
 
 
 
 
 Wir haben keine gesehen - selbstverständlich den Pfad nicht verlassen!
 
 
 
 
 
Wir sehen heute nicht viele Tiere - ausgenommen die unzähligen verstreuten Kuhherden. In der Nähe der Strasse sehen wir  zwei Mal Fasane, mehrmals Hirsche - nachstehendes Tier ist kein Hirsch, sondern ein weibliches Bighornschaf. Die männlichen Tiere haben grosse, sehr schön geschwungene Hörner.
 
 
  
 
 
Nach 339 km - mit vielen Fotostops, dem Museumsbesuch und vielen Eindrücken finden wir auf dem KOA-CP in Rapid City einen guten Übernachtungsplatz. Und wieder mal ist es während des Nachtessenkochens dunkel geworden. Doch es ist angenehm warm - um 21.30 sitzen wir immer noch draussen.

13 September 2012

Durch die Prärie nach Deadwood

Heute ist ein Fahrtag durch die Prärie. Hügelige und flache aber stets trockene, dürre Regionen. Unabsehbare Weiten. Ausser den schwarzen Kühen und verschieden farbigen Pferden auf den dürren Weiden sehen wir immer wieder auch Maultierhirsche weiden. Am Strassenrand liegen mehrmals totgefahrene Füchse.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Bei Gillette steht ein Kohlenkraftwerk in der Ebene. Die Kohle wird im Tagbau abgebaut. Unabsehbar lange Güterwagen stehen bereit, einen Teil der Kohle abzutransportieren.
Hinter den Fensterscheiben ist es heiss - draussen weht stets ein Wind. Wir sind auf rund 1500 müM. Bei den sommerlichen Temperaturen tagsüber vergessen wir fast, wie hoch wir sind und dass Mitte September ist!
Ein Umweg, um den Devill Tower, den Turm des Teufels, zu besichtigen hat sich gelohnt.






Fahren weiter durch die dürre Prärie bis Deadwood, der alten Goldgräberstadt. Das Land gehörte den Sioux - das war vertraglich so geregelt. Als aber Gold gefunden wurde, wurde der Vertrag von den Weissen ignoriert, Gold geschürft und die in dieser Region lebenden Soiux getötet...
Bummeln durch den kleinen Ort mit den vielen Spielsalons. Selbstverständlich müssen wir eine richtige Westernbeiz besuchen, mit schummrigem Licht, viel lautem Gerede und Sägemehl am Boden. Und auch hier wird gespielt...







 
 
 
 
 
 
Nach einem Bier an der Bar machen wir uns auf zum Koa-CP etwas ausserhalb des Ortes.(Koa ist eine Kette von meistens guten bis sehr guten Campingplätzen).  Beginne sofort mit kochen, weil es merklich kühler wird... Zum Glück hat es eine Lampe neben unserem Platz, sodass wir genügend Licht haben, um den Tisch abzuräumen.Um 19.45 Uhr ist es dunkel und ziemlich kühl. Peter heizt und so ist es gemütlich, noch ein wenig im warmen Leomobil zu sitzen.



 

10 September 2012

Aufarbeiten in Buffalo

10. September. Es ist warm und schön - und immer wärmer. Am Nachmittag wird es 36° C. Wir sind am Aufarbeiten - heute vorallem Verarbeiten der unzähligen Fotos die wir in den letzten Wochen und Tagen gemacht haben...
 
11. September. Wir verlängern noch einen Tag. Heute ist es eher kühl und wenig Sonne. Trotzdem sind wir die meiste Zeit draussen am Verarbeiten. Gegen Abend bekommen  wir Nachbarn auf dem Platz nebenan. Lars und Beth aus Minnesota kommen spontan auf uns zu. Es ergeben sich interessante Gespräche. Sie laden uns zu einem Brandy/7up ein, da wir unbedingt den allerbesten Brandy in USA kosten müssen. Schliesslich verabschieden wir uns nach 3 Brandy/7up, da wir noch Brot und Gemüse für morgen kaufen wollen. Im Ort beschliessen wir spontan, heute nicht zu kochen, sondern auswärts zu essen!
 
12. September. Wir verlängern noch einen Tag... Fühlen uns wohl auf dem CP Indian Camp.