07 Februar 2014

Campeche

Heute gibt's mal "Huevos a la mexicana" zum Frühstück. Da habe ich schon alles vor bereitet: Zwiebeln, Tomaten, Peperoni - die Speisen in den Farben der Mexiko-Fahne -  noch die Eier und das Rührei kann fertig gebraten werden... Bei Christoph gelernt!

 
Fahren weiter der Küste entlang bis nach Campeche - eine Stadt, die uns sehr gefällt. Näheres dazu unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html . Ein paar Eindrücke von unterwegs am Strassenrand:
 
Fischnetze werden repariert
 
 
 
 
Kioske und Beizli
 
Wir kommen am Mittag in Campeche an und haben genügend Zeit für einen Stadtbummel - in den Strassen und auf der alten Stadtmauer.
 
 
 
 
 
 
 
 
Vorsicht - Piraten!
 
Wir übernachten auf dem Campingplatz beim Nautic Club, etwas ausserhalb der Stadt. Heute 172 km gefahren - seit Cuernavaca am 28.1.14 1'806 km gefahren.  
Wollten in Toyota Garage Oelwechsel machen. Wie hier in den grossen Garagen üblich, reihen wir uns ein bei "ohne Anmeldung" ein. Heute ist es nicht mehr möglich, wir sollen doch in der Garage gegenüber nachfragen. o.k. Dort haben sie Zeit und wechseln Oelfilter und Oel.
 

06 Februar 2014

Durch die Ebene von Tabasco

Am Morgen ist es sehr neblig - wie jeden Morgen, seitdem wir der Golfküste entlang fahren.  Die Palapa, wo die kleine Familie wohnt, ist sehr einfach - nur das Nötigste zum Leben ist vorhanden.
Dies zeigt der Blick ins Innere der unbewohnten Palapa nebenan:
 
                                   
In der bewohnten Palapa wurde die dünne Glaswand mit Carton isoliert...
 
Im Sumpf weidende Pferde mit Reihern
 
 
Diese Kuhrasse lässt die Ohren hängen...
 
 
Eigentlich ein romantischer Platz, wenn er nicht so kaputt wäre - dieser Eindruck wird durch die neblig-feuchte Morgenstimmung noch verstärkt - ebenso durch die hier lebenden Leute, deren Kleider schon lange nicht mehr in einem Waschtrog gelegen haben... Etwas ungewöhnlich, denn wir haben bisher in Mexiko selten Leute in schmutzigen Kleidern gesehen. Etwas bedrückt fahren wir ab.
 
In der weiten fruchtbaren Ebene von Tabasco wird ein grosser Teil von Mexikos Zuckerrohr, Tropenfrüchten, Kakao und Kaffee produziert. Die Mayas benutzten die Flüsse, die Tabasco in weiten Schleifen durchziehen, als Handelswege. Es heisst sogar, Tabasco besässe mehr Wasser als Land. Es gibt nebst dem fruchtbaren Land viele Lagunen, Flüsse und Sümpfe.
 
 
 
Die weiten Ebenen am Golf von Mexiko sind sehr geschichtsträchtig: hier entstanden drei grosse präkolumbische Kulturen: die Olmeken - auf deren Spuren wir uns derzeit bewegen - die Totonaken in Veracruz und die Huasteken. Jahrhunderte später landeten die Spanier an dieser Küste und begannen ihren Feldzug gegen das Aztekenreich. Der Alltag in der heutigen Zeit ist beschaulich.
 
  Überall gibt's Früchte zu kaufen
 
Immer wieder sind Menschen zu Pferd unterwegs
 
 
Die Hauptstadt Villahermosa mit 520'000 Einwohnern umfahren wir diesmal. Sie wurde Ende des 16. Jahrhunderts gegründet von Siedlern, die wegen ständigen Piratenangriffen ins Landesinnere ziehen mussten.
Im Bundesland Campeche gibt's auch noch viel Wasser, jedoch weniger als in Tabasco, dafür viel Dschungelgebiete. Zwischen Villahermosa und Frontera durchfahren wir nochmals ein grosses Sumpfgebiet.
 
 
 
Bei Ciudad del Carmen führt eine lange Brücke über das Wasser zwischen Meer und der grossen Laguna de Terminos. Wie bei der letzten Ueberquerung dieser Brücke im Mai 2013 sehe ich wieder  Delfine! Peter muss sich aufs Fahren konzentrieren, denn die Brücke wird saniert und die Baustelle ist etwas eng.
 
In Isla de Aguada übernachten wir auf einem sehr schönen - und dem ersten Mal wirklich durchwegs rollstuhlgängigen Campingplatz in Mexiko. Hier werden auch Zimmer (voll rollstuhlgängig) vermietet und es gibt ein Restaurant, wo wir einen feinen Fisch essen.
 
 
 
 

05 Februar 2014

La Venta - Zentrum der Olmeken

Am Morgen bleibt in Cademaco noch etwas Zeit, die wunderschönen Mango-, Lichy und noch andere Bäume  auf dem CP und den Dschungel auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses zu betrachten. Unten am Fluss können wir Wasservögel beobachten. In einem dürren Baum sonnt sich am frühen Morgen ein etwa 2 m langer orangefarbiger Leguan. Ohne Hinweis des CP--Betreibers hätten wir das Kerlchen  nicht gesehen.

 
 


Lichy-, Mango- und Bananenbaum
 
 
Dann machen wir uns auf - dem Lago Catemaco entlang. Die Landschaft ist durch viel Weideland und Anbau von Zuckerrohr sowie Früchteplantagen geprägt. Szenen aus dem Alltagsleben sind immer spannend zu beobachten:

Baustelle
 
Wie schmeckt Zuckerrohr?
 

 Zuckerrohrtransport
 
Bevor wir auf den CP in Agua Dulce fahren besuchen wir die ehemals grösste Olmeken-Siedlung. Die Kultur der Olmeken, Mexikos erste Hochkultur, entstand gegen 1200 v.Chr. an der Golfküste. Aufgrund ihres Einflusses auf spätere Völker wird sie oft als "Mutterkultur" bezeichnet. Um 900 v.Chr. erreichte La Venta den Höhepunkt seiner Macht und wurde ein politisch-religiöses Zentrum mit weitreichenden Handelsbeziehungen. Mit Beginn unserer Zeitrechnung begann die Olmeken-Kultur zu verfallen. Ihre imposanten Köpfe und weitere - meist aus Basalt gehauene Skulpturen - wurden um 1920 entdeckt.

Spezielle Köpfe vor dem nachgebauten Haupthaus
 
"La abuela" (die Grossmutter). Die kniende alte Frau bringt ein Gefäss als Opfergabe dar.
Wir ersteigen den Erdhügel in der Mitte und geniessen eine tolle Aussicht in Richtung Laguna del Carmen. Leider tauchen wieder dunkle Wolken auf und ganz kurz sprüht ein Nieselregen hernieder. Wir haben die Anlage draussen zum Glück gesehen und verbringen die restliche Besichtigung im Museum. Da treffen wir auf die beiden Reisenden aus Frankreich, die wir bereits im Dezember in Paracutin angetroffen haben!
Den CP in Agua Dulce - etwas ausserhalb des Ortes hinter der Tankstelle hinterlässt einen etwas zwiespältigen Eindruck: der gehbehinderte ältere Mann, der uns das Tor öffnet, scheint mit "fester Hand" die Sippe zu führen. 6 Kinder in verschiedenen Grössen und zwei junge Männer kommen aus dem Haus, bzw. aus einer Stallung heraus. Viele Hühner, Enten und Truthühner laufen auf dem Gras und Weg herum. Wir zahlen 250 Pesos an den älteren Mann. Dann befielt er den Jungen, uns vorab zu fahren und den Weg zu zeigen. Wir folgen dem Quad über die Naturstrasse durch die grosse Weide auf die andere Seite des Sumpfes. Die Fahrt endet in der Kuhweide vor ein paar Palapas. Bis auf ein WC sind die sanitären Anlagen nicht brauchbar, da kaputt. Einzig die Waschbecken draussen sind einigermassen sauber und es fliesst Wasser. Neben uns grast eine Kuh, die mit einem selbstgemachten Gerät wohl am Ausbrechen gehindert wird:
 
 

04 Februar 2014

Toyota Problem gelöst - Weiterfahrt der Golfküste entlang

In der Garage weiss der Mechaniker sofort, wo das Problem liegt. Die Warnleuchte zeigt den Zahnriemenverschleiss an. Dieser ist nach 150'000 km fällig zum Ersetzen. Von hier aus kann jedoch die nötige Ersatzteilnummer nicht gefunden werden - dafür der Hinweis, dass der Riemen bei einer früheren Kontrolle ersetzt wurde. Gemäss Rückfrage bei Markus in der Schweiz können wir in diesem Fall ruhig weiterfahren. Es bleiben genug km "freie Fahrt" mit dem bereits ersetzten Zahnriemen, bis wir in der Schweiz einen neuen besorgen können.
Beruhigt fahren wir in Richtung Hafen von Veracruz und besichtigen einen Teil des Hafens und die Umgebung um den Zócalo. Näheres dazu unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html .
 
In Richtung Stadtzentrum
 
Im Zentrum - eine Stadt, in der es uns gefällt
 
Auf der Mex 180 geht's dann weiter dem Golf von Mexiko entlang über den schmalen Landstreifen, der die Lagune di Alvaro vom Meer trennt und durch die Hafenstadt Alvaro. Ab Loma Buenavista geht's wieder über Land. Unser heutiges Ziel ist Catemaco, der kleine Ort im Dschungel.

03 Februar 2014

Gesucht: Toyota Garage!

Unser heutiges Ziel ist Veracruz, die grosse Hafenstadt... Übernachten wollten wir auf dem CP  Restaurant Villa Deschamps in Boca del Rio, südlich von Veracruz. Gemäss GPS sind das nur 113 km. Doch nach 46 km leuchtet eine Warmlampe auf: Zahnriemvenverschleiss... Wir fahren langsam weiter und hoffen, bis Veracruz zu kommen. Wir befinden uns nämlich auf der Autobahn in freier Natur. Rechts und links der Autobahn hat es Bananenplantagen und blühende Zuckerrohrfelder.  Die Garage hat heute geschlossen. Wir übernachten auf dem Parkplatz des grossen Warenhauses Liverpool. Gemäss Sicherheitsdienst dürfen wir das. Trotzdem weckt uns um halb 12 nachts der Wachtmann und will uns wegweisen. Nein - wir haben die Erlaubnis. Dann um halb 5 morgens werden wir nochmals geweckt - wir dürften hier nicht campieren! Peter ruft aus - wir hätten die Erlaubnis und er soll uns jetzt schlafen lassen. Sache erledigt - der Wachtmann trottet davon...
 
Auf dem PP des Liverpool
Morgen müssen wir als erstes in die Toyota Garage fahren! Zum Glück wissen wir schon, wo sie ist...

Im Kaffeeland

Nach der herzlichen Verabschiedung an der Costa Esmeralda und dem herrlichen mexikanischen Frühstück fahren wir weiter südwärts der Küste entlang - biegen jedoch bei Jose Cardel wieder in Richtung Berge ab.
Ziel ist Xalapa, die hügelige Hauptstadt des Bundesstaates Veracruz am Fusse des Cofre de Perote (4282 müM) mit Ausblick auf den schneebedeckten Pico de Orizaba. Die Hauptstadt liegt auf 1100 müM.  Die Fahrt von der Küste hinauf in die Berge führt durch teilweise reiche dschungelartige Vegetation - bedingt durch das warme und feuchte Klima. Viele Wasserfälle stürzen sich von den vielen Flüssen aus der Sierra zur Küste hinunter. Xalapa und Umgebung - hauptsächlich Coatepec - ist ein Kaffeeland!
 
Süsse Bananen am Meer!
 
Breite Flüsse
 
Farmhäuser
 
 Je höher, je trockener
 
Verschiedene Strassenbenutzer
 
 
Versteckte Dörfer
 
Kaffeeanbau
 
Der Kaffee ist noch nicht erntereif
 
Da war mal eine Brücke
 
Die Strasse - teilweise "bös"!
 
Sieht erst weiter oben besser aus!
 
 
Zuckerrohrfelder

 
    Blühendes Zuckerrohr
 
 
 
In Xalapa hat es kein CP - also übernachten wir im Hotel Margarita und geniessen den Luxus dieses Hotels im Kolonialstil.
Näheres zu Xalapa unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html
Von Poza Rica nach Xalapa 165 km gefahren - über den Col el Reco.
Seitdem wir an der Costa Esmeralda unterwegs sind, ist es nachts etwas kühler und am Morgen neblig. Der Nebel löst sich jeweils erst gegen Mittag auf. Dann wird's jedoch heiss!

01 Februar 2014

Am Meer!

Wir geniessen den ganzen Tag am Meer. Schwimmen können wir nicht, denn die Unterwasserströmungen sind zu stark.  Während unseres Bummels dem Strand entlang über den schwarzen feinen Sand können wir wenigstens die Füsse baden!
Wir sind an der Costa Esmeralda, etwas nördlich von Monte Gordo am Meer. Den genauen Standort kann ich leider nicht eingeben.
 

Herzliche Verabschiedung am letzten Morgen von Frau und Tochter des CP-Betreibers. Sie haben uns frisch gefangene Krebse gebracht. Doch können wir keine kaufen, denn wir sind abfahrtbereit und können sie nicht mehr zubereiten.