08 Oktober 2012

Las Vegas - und doch ein ruhiger Tag...

Wieder ein heisser Tag - bis 34°C. Wir bleiben auf dem CP - haushalten ist angesagt. An den ständigen Lärmpegel haben wir uns gewöhnt - tagsüber nehmen wir ihn nicht mehr wahr. Einzig der immer wieder auftauchende Helikopterlärm lässt uns noch aufhorchen. Nelly und Toni geniessen den Nachmittag in der Stadt und kehren nach dem Abendessen zurück. Sie schwärmen von der Hop-on-Hop-of -Tour, vorallem von der Aussicht aus dem Stratosphare-Turm. Sie überlassen uns die noch bis morgen Nachmittag gültigen Billette - herzlichen Dank!
Wir haben noch Vorräte und kochen deshalb heute selber. In einer gemütlichen Runde zu viert beschliessen wir den Tag unter dem Olivenbaum mit Blick auf den beleuchteten Turm...

 

07 Oktober 2012

Las Vergas zum Erholen?

Ja - vorausgesetzt man definiert "zum Erholen" so: ein paar Tage am gleichen Ort bleiben, benötigte Infrastruktur (WiFi, genügend Strom und Wasser) zur Verfügung haben, um anstehende Haushalt- und Schreibarbeiten zu  erledigen, Musse- und Lesezeit, Wahlmöglichkeit: selber kochen oder auswärts essen.  Hier ist alles vorhanden und  darüber hinaus sind alle erdenklichen Vergnügungsmöglichkeiten in nächster Nähe!!!
 
Toni und Peter nehmen amVormittag die Suche nach dem Leck im Ölsystem auf. Toni, der Profi, wird fündig und repariert das Leck. Danke Toni! Solche Tätigkeiten haben dir in Russland den Namen "gelber Engel" gebracht - absolut passend!


 

Nelly bringt einen inzwischen legendären Espresso! "Soll ich Zucker schon reingeben?"
 
 
Leck gefunden!!!
 
 
 
Es wird wieder heiss - über 30°. Doch die trockene Hitze ist gut erträglich.
 
Abends bummeln wir zu viert dem Strip entlang, geniessen ein feines Nachtessen und bestaunen die unzähligen farbigen Lichter und das pulsierende Leben in dieser nie zur Ruhe kommenden Stadt!!


 












 

06 Oktober 2012

Ankunft in Las Vegas, Nevada

Ein heisser Tag in der Wüste erwacht. Fahren weiter dem Virgin River entlang - das Bachbett ist nicht ganz ausgetrocknet - in einem Verlauf  fliesst das Wasser durch die felsige Schlucht.


 


 



Nur eine kurze Zeit nach Cedar verlassen wir die Bergwelt und fahren in die Ebene.
Der Flussverlauf ist am Grünstreifen zu erkennen - dort wo das Flussbett mehr Platz findet, um sich durch die Ebenen zu winden, wie beispielsweise bei Mosquite.
 
Wir fahren mal hügelauf- und mal hügelabwärts  durch die Wüste nach Las Vegas. Rundum ist es heiss und trocken. Ab und zu sind Industriebauten und vermehrt Stromleitungen zu sehen. Eine Eisenbahnstrecke verläuft teilweise unweit der Autobahn  Von einer breiten Kuppe aus ist  plötzlich aus dem Dunst die Skyline von Las Vegas sichtbar.
Dank GPS fnden wir zum CP Circus Circus im Zentrum - 5 Min. zu Fuss vom berühmten Strip entfernt.
 
Da sehen wir den  IVECO - den "gelben Engel" - stehen - Nelly und Toni sind eben angekommen. Überraschung - denn wir haben sie für morgen erwartet!   Freudiges Wiedersehen - wir haben uns letztmals in Vancouver gesehen. Wir können einen Patz gegenüber buchen.  Es gibt viel zu erzählen seit dem letzten Wiedersehen. Da - was tropft denn da aus dem Leomobil? Wieder Oel - zum Glück nicht viel, sodass die Reparatur sofort gemacht werden muss. Toni will den Schaden morgen beheben!

Wir kochen das Nachtessen selber und  essen gemeinsam unter den Olivenbäumen auf dem kleinen Rasenplatz mit Tisch und Stühlen, der zu Nelly und Tonis Stellplatz gehört.  Die Olivenbäume sind vollbehangen mit den grünen, noch nicht ganz reifen Oliven.

Der CP Circus Circus ist zentral gelegen. Der stetige Lärmpegel erinnert an die nahe Autobahn. Etwas gewöhnungsbedürftig. Da der Lärm jedoch gleichmässig ist, gewöhnt man sich daran. Schlimmer sind die vielen Helikopterflüge. Wir sehen im Prospekt, dass für 89 $ ein Stadtrundflug gebucht werden kann... Nein, wir wollen keinen buchen!



 

04 Oktober 2012

Marble Canyon, Page, Arizona

An diesem kühlen Morgen fahren wir bald in Richtung Jacob Lake, dann Vermilion Cliffs, Marble Canyon bis Page am Lake Powell. Faszinierende Landschaften mit Abschnitten von geraden, buckligen Strassen durch diese Wüstenregion.
 
 




Ausgetrocknete Flussbetten...


...und dann das Bett des Colorado Rivers, dessen Lauf wir seit einiger Zeit immer wieder gekreuzt haben:


Am Nachmittag in Page ist es über 30°C und jetzt - bald 21.30 h - in stockdunkler Nacht ist es 23°C und ein warmer Wind weht von den roten Felsen über den sandigen CP am Lake Powel, ca. 4 Meilen von Staudamm in Page entfernt. Unser Blick vom Standpatz aus:




Warum beschreibe ich die Situation eigentlich so ausführlich? Wenn ich diese Zeilen später lese, werde ich mich vielleicht nicht mehr so genau an die grossen Temperaturunterschiede im heissen Arizona erinnern und wie wir diese erleben!

03 Oktober 2012

Grand Canyon, Arizona

Um 06.45 h stehen wir auf - es ist heute morgen nicht so kalt wie gestern. Bei 12°C frühstücken wir um 07.15 h draussen - Peter in kurzen Hosen (brrrrr...) und ich in den Langbeinigen, die Regenhosen darüber um den Wind aufzuhalten! Peter im Kurzarm T-Shirt und Pulli darüber, ich im Langarm- Shirt, Kurzarmbluse darüber, dann warme Fleece-Jacke und Dauenengilet darüber... Und so haben beide warm genug!!!  Kurz nach 10 h stehe ich dann auch in kurzbeinigen Hosen und kurzärmliger Bluse da! Das Thermometer ist bereits auf über 20° C gestiegen!
Weiterfahrt durch Dünenlandschaft, zum grossen Teil mit Föhren bewachsen, ins "Hollywood-Städtchen" Kanab. In dieser Region wurden viele Westernfilme gedreht. Auf der Strasse erinnern Fototafeln an die damalige Anwesenheit verschiedener Schauspielgrössen.





Nach Kanab überqueren wir eine Ebene auf rund 1600 müM. Dann steigt die Strasse auf gegen 1800 müM. Viele Fotos sind www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html . Hier nur ein einziger Ausblick:

 
Das Grand Canyon erleben wir vom Nordeingang her. Wir fahren zu allen Aussichtspunkten und bestaunen die immer wieder wechselnde Aussicht in diesem grossen Park. Auf dem Weg zum Parkeingang eine Büffelherde beim weiden und sandbaden



Auf dem Campingplatz im Grand Canyon ist kein Platz mehr frei. Wir haben wie üblich nichts reserviert. Seitdem wir unterwegs sind, haben wir noch nie reserviert - und dennoch immer einen Übernachtungsplatz gefunden! Diesmal übernachten wir ausserhalb des Parks auf einem schönen und stillen Campingplatz wenige km vom Nordeingang in Richtung Lake Jakob entfernt.


 
Haben heute eine Bisonherde gesehen, mehrmals Hirsche und einmal wilde Truthühner. Habe bis jetzt nicht gewusst, dass diese  auch wild leben. Heute 287 km gefahren.

02 Oktober 2012

Bryce Canyon, Coral Pink Sand Dünen, Utah

Fahren kurz vor 9 h ab. Die Sonne steigt am Canyonrand auf.




Schon nach kurzer Weiterfahren "müssen" wir wieder anhalten, um die farbigen Felsgebilde zu bewundern. Aus dem nebenan parkierten Womo steigt eine Familie aus dem Kanton Bern. Gestern hat eine Familie aus dem Kanton SG im Womo neben uns übernachtet. Wir treffen wieder fast täglich Schweizer an, die auf Reisen sind. Und meist ergibt sich ein kurzes Gespräch.
 
Die Fahrt zum Bryce Canyon ist abwechslungsreich. Kann dies nur mit Bildern zeigen unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html
 
Im Bryce Canyon angekommen führt die Strasse vorerst durch Pinienwälder auf einer Hochebene. Von den Aussichtspunkten hat man jedoch eine fantastische Sicht in den grossen Canyon. Wir sind überwältigt vom Anblick dieser unzähligen Steintürme und -türmchen, Farben und Formen...


 
 
 
 
 
Heute erwartet uns noch ein weiterer Höhepunkt: die Coral Pink Sand Dünen!


 
 
Zuerst stört uns der Motorenlärm von den "Karren" (ähnlich wie Quads, weiss aber grad nicht, wie die wirklich heissen), mit welchen Männer und Frauen jeden Alters über die Dünen auf und ab kurven. Kurz vor dem Eindämmern kehren jedoch alle zurück und es wird still auf dem Platz.  Wir stehen in einem lichten Pinienwald. Wo keine Strasse gebaut ist, besteht der Boden aus korallenrotem sehr feinem Sand - bewachsen mit etwas Gebüsch. Die dunkelgrünen Föhren bilden einen interessanten Kontrast zum hellen feinen Sandboden. Auf einem kurzen Lehrpfad sind noch andere Pflanzen und Blumen erklärt, die hier wachsen. Wir geniessen die Stille dieses schönen Platzes unter dem weitem Himmelgewölbe.
Haben heute mehrere Eichhörnchen, Eidechsen und bei der Ausfahrt aus dem Bryce Canyon ein Rudel Hirsche gesehen. 257 km gefahren.

01 Oktober 2012

Capitol Reef NP, Calv Creek, Arizona

Es ist fast nicht zu beschreiben, was wir an Formen und Farben in dieser faszinierenden Landschaft sehen. Viele Fotos unter www.umdiewelt.de/Reisende/Autor-273.html
Es geht schon gegen Abend, als wir an 2 bereits geschlossenen CPs vorbeifahren und in den 3. an dieser Strecke liegenden CP einbiegen können.



Ein kurze steile Strasse führt hinunter zum Fluss. Die Plätze sind alle belegt - wir können jedoch Leomobil auf dem Parkplatz stehen lassen und hier übernachten, wie auch andere mit kleineren Womos.


Kurz vor Einnachten ist das Nachtessen fertig gekocht und wir geniessen das Essen bei Kerzenschein und ein wenig Licht vom Leomobil. Wie auf vielen Nationalen Campgrounds in den Parks gibt es hier kein Licht - erstaunlicherweise jedoch 2 Toiletten mit Wasserspülung und ein Lavabo mit fliessendem Wasser. Am Gebäude weist ein Plakat darauf hin, dass man bei Wanderungen vorsichtig sein soll, wo man hintritt oder hingreift wegen Klapperschlangen, Skorpionen und giftigem Efeu. Tja, wir sind halt in der Wüste.

Nettes Gespräch mit einer freundlichen Familie aus dem Kanton SG im WoMo nebenan!