26 Juni 2015

Vrenis 3. und 4. Woche in Mexico


Die Spechte brüten in der Palme. Die Jungen sind flügge. Was gibt's da draussen?

Schönes Wetter heute?
            Gut festhalten!Huch - soll ich loslassen?
Wohin soll ich fliegen?
                                          Dorthin!

Vreni hat sich einigermassen akklimatisiert und so langsam können wir den Radius erweitern. Wieder mal eine Fahrt ins Stadtzentrum unternehmen! Leider ist der Jardin Borda, ehemalige Sommerresidenz von Kaiser Maximilian I und Charlotte wegen Renovationsarbeiten  bis Ende Oktober geschlossen. So genehmigen wir uns vorzeitig ein kleines Mittagessen auf der lauschigen Terrasse nahe des Museums Brady - denn dieses wollen wir heute besichtigen.
              Blick vom Innenhof zur Kathedrale

Pflanze am Eingang

im Innenhof

die Küche - betriebsbereit

komfortables Bad
Näheres zu diesem interessanten Museum - eigentlich ein Wohnhaus, von dem der Eindruck besteht, dass seine Bewohner nur kurz zum Einkaufen weg sind - unter www.visitmexico.com/en/robert-brady-Museum.

An einem weitern Kurzausflug ins Zentrum bummeln wir über den Zócalo. Ich mag die Atmosphäre dort sehr gerne und finde immer wieder lustige Begebenheiten.

Dieser Mann hat mit Freude eingewilligt, ihn mit seinem schlafenden Sohn zu fotografieren.

Chips mit vielen Aromen!

An einem andern Tag können wir wieder einmal etwas weiter als Cuernavaca fahren - ich möchte Vreni gerne Tepoztlan, ein "Pueblo magico" zeigen. Orte, die ihre Traditionen bewahren, erhalten diese Auszeichnung.
Blick vom Taxi aus in die Hochebene zwischen Cuernavaca und Tepoztlan
In Tepoztlan bummeln wir durch einzelne der gepflasterten Strassen, wo häufig Waren verkauft werden...
             
...und besichtigen das ehemalige Dominikaner-Kloster, die Klosterkirche und die aus Pflanzen- und Früchtesamen hergestellten Bilder am Torbogen zum Kloster.


Klosterinnenhof

 

In der Ausstellung im Kloster hängen 2 Bilder  von Uli Solner www.ulisolner.com - freue mich, "en Capas" hier zu sehen!





Diese Bilder am Torbogen zur Kirche bestehen nur aus Pflanzensamen und werden jedes Jahr neu gestaltet mit Themen aus der mexikanischen Mythologie.

Natürlich besuchen wir Zeakatl und seine Frau Teololzin in ihrem Kunsthandwerk-Laden.
Im traditionellen Restaurant las Colorines geniessen wir ein mexikanisches Mittagessen. Und Vreni lernt den Tequila kennen!
                                                             

 Mal probieren...
                        ein vorsichtiger Schluck
super!
                             ..doch ein bisschen stark...


Manchmal gehen wir zusammen einkaufen im "Superama". Das Einkaufszentrum ist nur 10 Minuten zu Fuss von zu Hause entfernt. Wenns uns "gluschtet", geniessen wir einen italienischen Kaffee im nahegelegenen Kaffeerestaurant. Ein Mal sind wir argentinisch Essen gegangen. Ein andermal ist "Lädele" (einkaufen) in den "Galerias", wo das grosse Kaufhaus "Liverpool" und viele andere Geschäfte sind,  oder in der "Plaza Cuernavaca" angesagt. Mit "Lädele" kann Vreni immer begeistert werden! Nach und nach haben wir  die Kleiderläden in der Nähe erkundet - in die kleine Boutique in der "Diana" sind wir ganz ahnungslos hineinspaziert - aber herausgekommen sind wir nicht mit leeren Händen....
Blick auf beide Seiten vom Obergeschoss in den Galerias aus


Vreni liest viel und gerne am Pool - es ist schon ganz braun gebrannt. Sie hat sich auch einen leichten Sonnenbrand geholt. Das ist problemlos möglich, denn auf der Terrasse - auch am Pool - scheint die Sonne stark. Weil zeitweise fast ständig eine leichte Brise wehte, war die starke Strahlung nicht spürbar.

Es ist immer noch Regenzeit. Das bedeutet, dass es gegen Abend heftig regnen kann - jedoch ohne abzukühlen. Über Gewitter habe ich im letzten Beitrag schon geschrieben!  Am Morgen ist es - mit wenigen Ausnahmen - wieder sonnig und schön bei Temperaturen  bis 28°C.

Wenn es regnet - dann giesst es meist wie aus Kübeln



Eine Stunde später - oder am nächsten Morgen - ist der Wetterspuk vorbei...

Gegen Ende der vierten Wochen geht Vreni endlich mal schwimmen! Das Wasser ist 28° und herrlich zum schwimmen. Ich mache oft Wassergymnastik, da ich nicht gut schwimmen kann. Doch dies hilft mir und ich fühle mich gut dabei - so gut wie auf diesem Foto von anfangs Jahr...

Am 26. Juni spätabends kommt Peter auch wieder nach Mexiko. 

13. bis 26. Juni 2015

12 Juni 2015

Vrenis 1. und 2. Woche in Mexico

Wir haben gut geschlafen  - sind auch müde genug gewesen! Vreni schaut sich um, wo sie wohl "gelandet" ist - schliesslich wird sie hier sieben Wochen verbringen.

Den besten Überblick hat man vom Dach aus. Der Pool ist am Morgen noch zugedeckt, damit er jetzt in der Regenzeit nicht zu stark abkühlt. Die Wassertemperatur ist 28° C. Später steigt sie auf 30/31°C und bleibt in diesem Bereich.

Fürs Frühstück lassen wir uns jeweils Zeit. Zuerst gibt's Kaffee - anfangs im Patio, weil die Temperaturen am Morgen nur zwischen 17° bis 19°C sind. Also geniessen wir den ersten Kaffee dort, wos wärmer ist.
Später frühstücken wir dann auf der Terrasse an der wärmenden Sonne, die die Temperaturen rasch auf über 20°C ansteigen lässt.
 
Am Nachmittag gefällts Vreni dann auf der Terrasse beim Lesen. Erst später, wenn es wärmer wird, verlegt es dann seine Lesestunden an den Pool. So wird es noch viele Tage hier verbringen.









Am 1. Juni  - Peters Geburtstag - sind Giuliana und Christoph noch hier in Cuernavaca. Wir gehen ins Gaia essen und auf Peters Geburtstag anstossen. Herzlichen Dank für die Einladung! Schade, dass Vreni nicht mitkommt!


Vor Giulianas und Christophs Rückreise in die Schweiz geniessen wir auf der Terrasse noch ein herrliches mexikanisches kleines Essen: Tamales, Salat und zum Dessert Mangos








mmhh, einfach herrlich!
Ab und zu machen wir einen Spaziergang zum Einkaufen von Lebensmitteln oder bummeln der Strasse entlang zu den Galerias, dem grossen Einkaufszentrum mit vielen Läden. Das verschafft uns wenigstens ein bisschen Bewegung und Vreni geniesst das "Lädele"!



                                     

Hier bummeln wir zum Touristbüro, um Informationen zu holen. Auf dem Weg dorthin ist ein kurzes Stück ohne Trottoir. Vreni macht die Erfahrung, dass das Trottoir plötzlich fehlen kann und für ein kurzes Stück Weg nur ein schmaler Pfad weiterführt.
Viel schöner ist dann der Bummel entlang der  Cyclopista, d.h. bei den Pferden hinauf dem Bvrl de la Via entlang. Hier gibt's keine zu kleinen Bäume, an denen eine ziemlich gross gewachsene Person kaum vorbeikommt.
 Definitiv zu kleiner Trottoirbaum



An einem Nachmittag sind wir auf den Markt ins Zentrum gefahren. Was für ein riesiges Angebot von allem, was es zum leben braucht. Heimgekehrt ist Vreni mit einem gelben und einem roten langen Kleid und ich mit einer bestickten Bluse und verschiedenen Früchten und frischem Gemüse.

Gegen Ende der zweiten Woche will ich am frühen Abend Vreni - das meiner Meinung nach auf dem Liegestuhl liegt - Papaya bringen. Doch ups - wo ist sie denn? Der Liegestuhl ist verwaist, die Decke liegt schräg - da hat aber jemand schnell die Flucht ergriffen!

Ich finde Vreni mit zugehaltenen Ohren unter der Bettdecke. Der Grund? Ein Gewitter beginnt, sich über Cuernavaca zu entladen. Jetzt in der Regenzeit gibt es immer wieder Gewitter. Teilweise sind sie sehr heftig. Und wir haben ein paar heftige Gewitter erlebt. Meist sind sie jedoch nach einer halben bis längstens einer Stunde vorbei. Doch gerade jetzt - wo wir beide allein sind - hat das Gewitter gute zwei Stunden angedauert! Mit allem was dazugehört: fast unaufhaltsames Blitzen, grollender Donner, heftige Regengüsse und Windstösse. - Plötzlich geht das Licht aus. Ich stelle fest, dass dies im ganzen Quartier der Fall ist. Es blitzt weiter - doch der Donner entfernt sich langsam. - Zum Glück kommt von den Solarlichtern auf der Terrasse etwas Licht in die Zimmer - und wie gut, dass die Taschenlampen bereit sind. Uff, wie gut, dass dieses heftige Gewitter endlich vorbei ist!
Am Morgen stellen wir fest, dass es wieder Licht hat und wir vernehmen, dass heftige Windstösse in der Rio Mayo Bäume umgeworfen haben. Das war der Grund für den längeren Stromausfall.

30. Mai - 12. Juni 2015

29 Mai 2015

Mexiko am Horizont

Die drei Monate Aufenthalt in der Schweiz sind in rasendem Tempo vorbeigegangen. Dabei rast nicht das Tempo - sondern wir haben die Zeit "rasend" verbracht - und erst noch nicht alle Besuche gemacht oder empfangen, wie wir uns das gewünscht haben! - Das bedauern wir. - Doch von ruhigem, beschaulichem Pensioniertenleben war keine Spur. Dafür haben wir unser Möbellager, das wir vor drei Jahren vor Reiseantritt erstellt haben,  geräumt, den Hausrat sortiert und was verblieben ist, in die kleine Wohnung in der Region Luzern gezügelt und eingeräumt. Wenn wir das nächste Mal in die Schweiz reisen, werden wir in den eigenen vier Wänden wohnen können.
Ohne Peter - dafür mit Vreni - bin ich heute in unser mexikanisches Zuhause gereist. Die Reise ist problemlos verlaufen und wir haben Haus und Garten viertel nach elf Uhr nachts betreten - 25 Stunden seit dem Aufstehen heute morgen um viertel nach fünf! Gut gerechnet? Ja, denn zusätzlich zu der Reisezeit kommen die sieben Stunden Zeitverschiebung. Eine Stunde später sind wir ins Bett gesunken - Schlaflied war nicht mehr nötig.
 Kloten - parkierte Flugzeuge

Kloten - Abflug


 Abgehoben - Blick zurück auf Zürichsee und Alpenkette

Über den Wolken


















Mexico City, 2300 müM, taucht im Smog auf


Häusermeer der 21 Mio Einwohner-Stadt


Häusermeer und Autobahnen


Bald nach der Landung wird es dunkel. Noch eine knapp 2stündige Busfahrt über den 3000 m hohen Pass hinunter nach Hause auf 1555 müM - und wir sind angekommen.



25 Februar 2015

Die Tage sind gezählt...

...bis wir wieder in die Schweiz reisen. Viele Fotos von Ausflügen und aus der nahen Umgebung sind geknipst - doch die Verarbeitung im Blog ist auf der Strecke geblieben... Bis zur Abreise am 5. März will ich jedoch die Zeit und die gute I-net-Verbindung nutzen und nebst den Vorbereitungen für die Abreise täglich am Blog arbeiten und weiterhin regelmässig Schwimmen.


Aufwachen ist kein Problem, denn am Morgen - manchmal schon früh - fliegen Papageien in kleineren oder grösseren Schwärmen vorüber und wecken uns mit ihrem lauten, lärmigen Gekreisch. 
Seit ein paar Tagen steigt die Temperatur täglich auf  über 31°C an. Das Wasser im Pool ist zwischen 29 und 30° warm. Einfach herrlich!!!
 
Im Garten ist es grün und blüht wie eh und je!
Hibiscus der Hauswand entlang
 
Lilienblüten im Dezember und Januar
Dieser Kaktus beginnt wieder zu blühen. Es dauert einen Tag, bis die Blüte offen ist. Sie blüht zwei bis drei Tage.
Am Morgen
Am Nachmittag
 
Am Abend

Heute morgen klopfte es wieder an der Palme - der Specht ist zurückgekehrt. Wir haben ihn längere Zeit nicht mehr gesehen oder gehört.
 
 Da klopft er...
 
 und scheint mich bemerkt zu haben...
 
...nach kurzer Zeit fliegt er wieder weg -
 
Ich bleibe an meinem Schreibtisch sitzen, schaue bald wieder in die Bäume und sehe hier zum ersten Mal einen Uhu!! Was für eine Überraschung. Er sitzt im Avocadobaum und blinzelt drauflos. Mit langsamen Bewegungen will ich meinen Fotoapparat ansetzen - doch leider fliegt er weg...
 
Mehr Glück habe ich am Sonntag Nachmittag gehabt. Wie schon so oft bewegt sich etwas in der Hecke - und steht plötzlich oben: nein, es ist keine Ratte, es ist...
   ...das Eichhörnchen, das manchmal über die Terrasse huscht




31 Dezember 2014

Silvester 2014

Mit dem Erinnerungsfoto vor einem Kaktus, ein  Wahrzeichen Mexikos, grüssen wir aus der Ferne und wünschen " e guete Rutsch iz nöie Jahr", Gesundheit und Wohlergehen!
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
War 2014 ein gutes Jahr?
Ja, für uns beide schon. Wir durften das Leben in vollen Zügen und mit viel Abwechslung geniessen. Wir freuen uns darüber und sind dankbar dafür. In unserem mexikanischen Zuhause in der “Stadt des ewigen Frühlings” hat uns drei Mal Besuch aus der Schweiz und einmal aus Deutschland  viel Freude bereitet. Jedes Mal haben wir Ausflüge gemacht, eine Kolonialstadt, Bergdörfer, eine Höhle oder Ruinen besucht und die Vielfalt der mexikanischen Küche genossen. Besonders viel Freude bereitete uns Peters erstes Enkelkind, das mit seinen Eltern eine tolle Zeit hier verbracht hat.
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 













 
Reisen ist immer noch unsere Leidenschaft, obwohl wir unsere Reisepläne verändert haben.
Unser Motto "der Weg ist das Ziel" aber bleibt!
Anfangs Jahr haben wir während zwei Monaten die Golfküste, die Halbinsel Yucatán und Südmexiko bereist. Dabei haben wir wieder viel Neues in diesem landschaftlich abwechslungsreichen und kulturell vielfältigen Land erlebt und erfahren. 

 










Später haben wir im Spanisch-Unterricht an der UnInter viel über Land und Leute gelernt. Der Unterricht hat uns ganz schön gefordert – und fordert uns immer noch. Wir mussten wieder lernen, Aufgaben machen und Verben büffeln.


Doch das machen wir gerne, denn wir haben die dreijährige Aufenthaltsbewilligung in Mexiko erhalten. Das heisst, wir können während der nächsten drei Jahre zeitlich unbegrenzt aus- und einreisen – der Weg für eine nächste längere Reise ist frei.
Die nächste längere Reise führt uns im Frühling  2015 in die Schweiz. Wir haben dort eine kleine Wohnung erworben, werden unser Möbellager auflösen und die Wohnung einrichten. Das Bett, der Kaffeekrug und die Zahnbürsten sind schon eingeräumt. Bei unserer Ankunft in der Schweiz können wir bereits dort wohnen. Diese Lösung erleichtert das Pendeln zwischen den Kontinenten, weil wir spontan und "mit leichtem Gepäck" reisen können. 
Es geht uns gut und wir geniessen die herrlich schönen Sonnentage hier in Mexiko. In diesem faszinierenden Land gibt es noch so viel zu entdecken und zu erfahren. Wir wissen und lesen immer wieder, dass leider vor allem die negativen Vorkommnisse von diesem Land in der weiten Welt verbreitet werden. Schade, denn dadurch ergibt sich ein verzerrtes Bild von Mexiko. Ja, es gibt Korruption und Kriminalität – aber nicht überall in diesem Land, das 48 mal so gross wie die Schweiz und 5 mal so gross wie Deutschland ist. Die 122,3 Millionen Einwohner sind nicht alle korrupt! Wir sind anfangs November 2012 in Mexiko eingereist und haben bis heute ausser dem Diebstahl der Stromleitung (Kupferdraht – Kupfer wird in der Schweiz auch gestohlen!) keine negativen Erfahrungen gemacht, jedoch viel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft erfahren.