06 November 2012

Los Angeles, Besuch kommt

Heute ist wieder ein heisser Tag: 33°C. Wir geniessen die Wärme - haben lange genug darauf gewartet. Mit Schreiben und Lesen stürzen wir uns nicht in schweisstreibende Aktivitäten...
Wir freuen uns, heute um 17 Uhr Olga und Josh im Flughafen zu empfangen. Von unserem Platz aus sind es 22 Meilen. Wir machen uns um 15 Uhr auf den Weg, damit wir genug Zeit haben und uns noch ein wenig im Flughafen umschauen können.  Soweit - so gut. ABER: Auf dem riesigen internationalen Flughafen LAX ist bei jedem Terminal ein mehrstöckiges Parkhaus - doch Leomobil ist mit den Dachboxen um ein paar cm zu hoch, um schadlos in ein Parkhaus zu fahren. Wir werden auf  einen Parkplatz ausserhalb des Flughafens verwiesen, da im ganzen Areal keine offenen Parkplätze zur Verfügung stehen. Per Shuttle Bus (gratis) fahren wir wieder in den Flughafen. Schliesslich finden wir die Ankunftshalle für Flüge aus Europa. Knappe zehn Minuten später kommen die beiden auch schon daher - wir habens geschafft, rechtzeitg da zu sein! Herzlich willkommen in LA!

 
 
 
 
 

04 November 2012

Sonntag in Los Angeles - und eine weitere Radtour

Ein wunderschöner sommerlicher Tag ist erwacht. Heute stehen wir früh auf, denn wir haben die Uhren eine Stunde zurückstellen müssen - genau gleich wie in der Schweiz - nur eine Woche später... Ab heute beträgt die Zeitdifferenz wieder 9 Stunden.
Am Morgen ist es schön, die Sonne scheint eine Stunde früher, trocknet und wärmt. Doch am Abend ist es um 17.30 bereits dunkel. Da wir doch ziemlich naturnah leben, wirkt sich dies für uns direkt aufs Haushalten und Kochen aus. Natürlich haben wir Licht - trotzdem haushalte und koche ich lieber bei Tageslicht...
Heute ist ein heisser Tag - 33° C. Wir packen wieder die Fahrräder und fahren diesmal in die andere Richtung. Der Weg führt dem Los Angeles River entlang. Sehen viele Wasservögel auf den Steinen der dem Flussufer entlang gelegten Leitungen sitzen. Von verschiedenen Mövenarten über braune und weisse Pelikane sind verschiedene Arten vertreten.
 
 
 

Wir gelangen in ein Industrieviertel und radeln am Nachmittag  zurück und machen nochmals die gleiche Tour wie gestern dem Park und der Hafenanlage entlang. Da es heiss ist, sitzen wir einige Zeit beim Jachthafen, beobachten die Leute, die ein- und ausfahrenden Yachten, die Touristenboote, die zur Wal- und Seehundbeobachtung ausfahren und schlecken Glace. ... Und wir geniessen ganz einfach den Sonntag!

03 November 2012

Los Angeles, per Velo

Nachts hat die Temperatur auf 15° abgekühlt. Tisch und Bänke sind nass vom Tau. Sobald die Sonne scheint, wird es rasch wärmer und alles trocknet. Tagsüber wird es 30° C.
Heute kurven wir per Velo (vom RV Platz zur Verfügung gestellt) der Bucht entlang. Die Radwege sind gut markiert.  An der Ecke vorne fällt der Blick auf den Hafen, wo die Fährschiffe nach der Santa Catalina Insel auslaufen und ein paar Radumdrehungen weiter sehen wir  das Kreuzfahrtschiff Queen Mary. Fahren am Aquarium vorbei - es ist einfach zu schön, um nach innen zu gehen. Lieber fahren wir weiter durch diese Hafenanlage und den Park und geniessen das herrliche Sommerwetter.
Stellen die Velos ab und schlendern der belebten Bucht und dem Bootshafen entlang, schlürfen Kaffee und geniessen Kuchen. Dann fahren wir weiter ins Stadtquartier.



Um 18.30 ists dunkel. Wir sind vorher zurück und kochen ein feines Nachtessen, das wir jedoch drinnen geniessen. Um 19 Uhr ist es bereits frisch, ein kühler Wind weht vom Meer her und Tau beginnt den Tisch zu befeuchten.
Heute haben wir nicht nur Autobahnen und Autos von LA gesehen! Die schöne Hafenanlage in der Golden Shore Bucht im Stadtteil San Pedro lädt zum Verweilen ein...


 

02 November 2012

Los Angeles, Golden Shore Resort

Bummle vor der Abfahrt kurz über den Sand zum Meer, zähle die um diese Jahreszeit verlassenen Beobachtungshäuschen zur Strandüberwachung sowie die der Küste vorgelagerten Oelbohrtürme. Wir verlassen den lärmigen Platz und fahren weiter in  den Stadtteil San Pedro. Im Golden Shore RV Park erhalten wir den letzten freien Platz. Er liegt beim Eingang, ist geteert, verfügt über Strom, Wasser und einen guten Tisch mit Bänken. Kostet  61.50 $ pro Tag, inkl. Internet. Sehr gute, geräumige und saubere Sanitäranlagen sowie praktische Waschküche. 1 Maschinenwäsche kostet 1$ und 1 Tumblerfüllung kostet 50 Cents. Wäsche im Freien aufhängen ist (wie meistens) verboten.
Auf der einen Seite des Platzes ist eine kleine Wiese und eine Bucht wo wir verschiedene Wasservögel und ab und zu braune Pelikane beobachen können. Auf der andern Seite ist ein Bankenviertel mit Hochhäusern.

 
Es ist schön warm - wir geniessen  das Draussensein bis am Abend. Dann kühlt es ab. Beobachten einen schönen Sonnenuntergang über der Bucht. Die Ladekräne für die Schiffe im nahen Hafen ragen als Silouetten in den farbigen Abendhimmel. Sie erinnern mich an die Meccano-Kräne, die meine Brüder als Jugendliche gebaut haben.
 

01 November 2012

Los Angeles, Santa Monica, Bolsa Chica

Bald nach dem Frühstück fahren wir los. Bummeln noch in Pisma Bay und schauen eine Weile den braunen Pelikanen zu.


Unser heutiges Ziel ist Santa Monica, wo wir die Autoversicherung für Mexiko abschliessen wollen. Der Verkehr nimmt zu - die Strassen werden mehrspurig. Wir schaffens ohne Probleme, das Versicherungsbüro zu finden. Nach einer Stunde verlassen wir dieses mit der Police in der Tasche.
Weiter gehts durch Los Angeles - durch die Stadt die aus vielen Städten besteht und deren Ballungszentrum 15 Millionen Einwohner umfasst und die sich gute 100 km der Küste entlang zieht.  Die Strassen werden breiter. Wir fahren auf  den 3, 4 bis 7spurigen Autobahnen. Auf der äussersten linken Spur dürfen nur Autos mit mindestens 2 oder mehr Personen fahren. Sitzt nur 1 Person im Auto, wird diese ziemlich massiv gebüsst. Unvorstellbar, diese Blechlawine, die durch diese vielspurigen Autobahnen rollt. Ich bin froh, dass Peter fährt! Der Verkehr rollt schnell, die Abstände zwischen den Autos sind kurz, überholt wird sowohl rechts wie links und der Blinker wird nicht immer betätigt! Am schwierigsten sind die Spurwechsel zur rechten Zeit auf die richtige Spur vor einer Ausfahrt.
Wir wollen Karten fürs GPS für Mexiko kaufen und suchen deshalb in Electronic-Zentren nach dem Gewünschten. Im 2. Zentrum werden wir teilweise fündig.
Später Nachmittag. Wir suchen einen CP und finden diesen im Bolsa Chica State Park am Long Beach.


Der Platz ist einerseits direkt am Meer gelegen und auf der andern Seite am Hwy 1. Wir haben wie üblich keine Reservation, finden aber einen Platz für 50$. Duschen/WC sind annehmbar und sauber.
Da wir meist am Morgen nicht wissen, wie weit wir fahren, können wir nicht reservieren. Haben die Erfahrung gemacht, dass wir mit ganz wenigen Ausnahmen immer Platz gefunden haben!
Der Lärmpegel vom direkt neben dem Platz durchgehenden Hwy ist sehr hoch. Er übertönt das Rauschen des Meeres und den Fluglärm bei weitem. Im Minutentakt sehen wir abends die Flugzeuge den Flughafen von 2 Seiten anfliegen.
Wir gehen die knapp 100 m über den Sand zum Wasser. Sobald wir von der Strasse weg sind, ist der Autolärm nicht mehr zu hören... Dieser Strand ist im Sommer ein Surferparadies.
Von LA haben wir heute vorallem breite Strassen, eine Blechlawine und 2 Einkaufszentren gesehen.

30 Oktober 2012

Hwy 1, Santa Barbara/Beach von Carpinteria

Weiter gehts dem Hwy 1 entlang. Dieser führt auf dem Abschnitt, den wir heute fahren, meist über Land - entlang grosser, weiter Erdbeer- und Gemüsekulturen. Bei einem Farmerstand "müssen" wir anhalten und von diesen frischen Erdbeeren kaufen. Sie sind süss! Wir kaufen erntefrisches Gemüse und Früchte und freuen uns auf den Verzehr dieser unter der heissen Sonne Kaliforniens gewachsenen Lebensmittel.
Südlich von Santa Barbara finden wir am Beach von Carpinteria einen CP in einem State Park direkt am Meer! Es gibt Strom und Wasser, jedoch kein Internet. Die Sanitäranlagen mit WC/Lavabo und Duschen sind annehmbar. Kosten: 33 $ (Preis für Senioren, d.h. älter als 62).
Wir kommen ziemlich spät an und verpassen kurz vor 18 Uhr fast den schönen Sonnenuntergang über dem Meer. Vom Stellplatz aus sind es nur ein paar Schritte hinauf zur Düne, um übers Meer zu schauen. Von dort weht eine kühle Brise - kochen können wir draussen - aber Essen müssen wir drinnen.



31. Oktober 2012
Je höher die Sonne steigt, je wärmer wird es. Wir geniessen es, hier zu sein - so nah am Meer mit dem hellen sandigen Strand auf diesem ruhigen Platz. Am Morgen öffnen wir das Dachfenster und geniessen den Blick aufs Meer hinaus.
 
 
 

29 Oktober 2012

Hwy 1, Sonne, Nebel, Seeelefanten, San Luis Obispo

Gemütliches Frühstück unter den Redwoods am Fluss. Wir fahren weiter dem Hwy 1 entlang südwärts. Geniessen die Sonne, sobald wir aus dem Wald herausgefahren sind. Doch dieser Genuss dauert nicht lange - Nebel steigt vom Meer herauf und hängt in den Bäumen und Sträuchern.


 
  
Da diese Küstenstrasse immer wieder steil aufsteigt und wieder fast auf Meereshöhe hinunter führt stellen wir bald einmal fest, dass der Nebel bis 70, teilweise höchstens bis 100 müM sich verbreitet. Darüber leuchtet herrlich warm die Sonne vom blauen Himmel...
Öfters halten wir an, bewundern die wilde Küstenlandschaft, fahren dem Los Padres National Forest entlang und halten Ausschau nach Tieren im Meer. Möven, ab und zu braune Pelikane sowie kleinere Vögel können wir immer wieder beobachten. Am Küstenabschnitt bei Cambria wartet die Überraschung - hunderte Seeelefanten liegen in der Bucht oder tummeln sich im Wasser. Was für ein schnauben, grunzen, gorbsen tönt da vom Strand her! Lange Zeit beobachten wir sie, wie sie sich "lässig" Sand über den Rücken werfen, sich wohlig drehen und wälzen, im Wasser wendig wie ein Fisch sich bewegen und an Land mühsam an einen Sonnenplatz robben - mit Pausen nach 10 bis 20 m. Diese langen, fürs menschliche Auge unförmigen Tiere faszinieren bei näherem Beobachten mit ihrem Gesichtsausdruck und mit ihren Bewegungen. Wie sie sich kratzen, einander berühren, sich annähern, genüsslich in der Sonne liegen erinnert an menschliches Verhalten! Die Kämpfe der männlichen Tiere um die Gunst der Weibchen beginnen erst im Dezember ernsthaft. So beobachten wir nur vereinzelt spielerische Kämpfe unter den heranwachsenden Seeelefanten.


 


Durchfahren weiter abwechselnd sonnige und neblige Küstenabschnitte mit riesengrossen Früchte- und Gemüseplantagen. In San Luis Obispo finden wir am Avila Beach einen CP. Er liegt an der Nebelgrenze. Es dunkelt bereits und ein kühler Wind weht vom Meer her, als wir Leomobl aufstellen und das Nachtessen kochen. Der Koa CP kostet $ 50 und hat gute, saubere Sanitäranlagen.